VI
Vorwort.
der siebenten Klasse hiefür praktisch gehörig vorgearbeitet worden ist,
zeitgemäß. Bezüglich der Wortlehre handelt es sich in der sechsten Klasse,
abgesehen von der Wiederholung, nur um gelegentliche Vertiesung und
Erweiterung des früher Dargebotenen; daher in diesem Teile das
vorzugsweise eklektische Verfahren. Die systematische Behandlung der
Satzlehre erfolgt im Anschluß an die Darstellung des grammatischen
Anhangs in der von Geheimrat Muss, dem Mitbegründer unseres
Lesebuchs, besorgten Neubearbeitung des Lesebuchs von E>opf und
Paulsiek (Quintaband); Entbehrliches wurde dabei ausgeschieden, auf
die Straffheit im Ausdruck und Strenge in der Terminologie auch hier
ein besonderes Augenmerk gerichtet. Während mir bei der Zusammen¬
stellung des Pensums für die siebente Klasse Lyons „Handbuch der
deutschen Sprache für höhere Schulen" und — wegen seiner knappen, über¬
sichtlichen Fassung — Boettichers „Abriß der deutschen Sprachlehre"
für die Behandlung des überreichen Stoffs in mancher Beziehung vor¬
bildlich waren, verdanke ich im vorliegenden Fall der „Neuhochdeutschen
Grammatik" von Michaelis die stärkste Anregung. Kier und da
werden wohl die Ansprüche, die unser grammatischer Anhang an die
Schülerinnen stellt, zu hoch geschraubt befunden werden. Das läßt sich
aber bei solcher Arbeit ^erfahrungsgemäß oft unmöglich vermeiden,
wenn man nicht gewillt ist, durch Wortschwall die Materie über die
Maßen zu verwässern und dem Gegenstand dadurch den wissenschaftlichen
Charakter vollständig auszutreiben.
Schöneberg, im November 1909.
- L. Korodi.