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Sechste Abtheilung. 
Mprüche. 
301. Die doppelte Heimat. 
Vater. Ernst. 
Ernst. Wie doch heute die Wölkchen so schön am Him¬ 
mel herumziehen! Immer ein Flöckchen am andern, und 
dazwischen funkeln die Sternchen, als wollten sie Ver¬ 
stecken mit mir spielen. Nicht wahr, Vater? es ist doch 
etwas Schönes mit den lieben Sternen. 
Vater. Gewiß, lieber Ernst. Man kann sie nicht 
genug besehen, und wenn man sie recht herzlich ansieht, 
so meint man, sie sprächen mit einem. 
Ernst. Ach ja, Vater! Mir ist immer, als riefen sie 
mich, als wäre ich schon einmal bei ihnen gewesen, als 
möchte ich wieder da oben bei ihnen sein. 
Vater. Möchtest du das? Ich glanb's gerne. Alle 
Menschen wünschen ja, einmal dort hinaufzukommen. 
Ernst. Aber ich möchte auch gern bei dir sein. Denn 
wenn ich von dir weg bin, so wird mir die Zeit zu 
lang, bis ich dich wiedersehe. 
Vater. So ist es. Wenn du in einem fremden Hause 
bist, so mag es dir gefallen, wie es will: zuletzt ver¬ 
langst du doch wieder nach dem väterlichen Hause, nach 
Vater und Mutter und Geschwistern. So auch, wenn 
du nach dem Himmel hinaufblickst und die Sternlein 
funkeln siehst, so verlangst du hinauf zu ihnen, weit, 
weit über die Wolken. 
Ernst. Ja, so ist es, Vater! Aber wie kommt das? 
Die Sterne sind doch so weit von hier, und ich weiß
	        
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