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Beli erschlug. Die lodernde flamme des Surturschwertes trifft sein
Haupt zum Tode. Thor hat Jormungander angegriffen, die alte Tod¬
feindin, das Scheusal, das er am meisten haßt. Miolnir in seiner Hand
schmettert unaufhörlich, während der Wurm mit gähnendem Bachen ihn
zu fassen, zu verschlingen sucht und Ströme von Gift und Geifer ihm
entgegenspeit. Endlich trifft ein Schlag zermalmend das Haupt der
Schlange- sie krümmt sich, sie schlägt die Erde mit dem Schweife,- —
sie erliegt. Bb er von ihrem giftigen Btem angehaucht, taumelt der
Bsenfürst neun Schritte rückwärts und sinkt tot zu Boden. Der starke
Hort der Bsen ist gefallen,- aber zur Totenklage ist nicht Zeit, denn die
Schlacht wütet fort. Bisher hatte widar nie fehlende Geschosse ver¬
sandt- jetzt reißt er das Schwert aus der Scheide und stürmt, hrim-
thursen und Ungeheuer niederwerfend, gegen Fenrir, den Vater zu
rächen. Lr erfaßt mit starker Hand des Wolfes Oberkiefer, ein Buck —
und der gähnende Bachen klafft weit auseinander. Dann stößt er
nachbohrend ihm den scharfen Stahl ins herz. Das schwarze Blut des
Untiers besudelt in Strömen den Boden,' der Leichenwolf sinkt, wie von
Miolnir getroffen, mit gräßlichem Geheul nieder und deckt weithin die
Walstatt. Heimdall kämpft aus Leben und Sterben mit Loki. Beide
Kämpfer schirmen sich nicht mit den Schilden, sie schwingen die Waffen
zu Todesstreichen und erliegen den Wunden, die sie sich gegenseittg
schlagen. Gegen Tyr wütet der höllische Garm. Gr schlägt ihm die
spitzen Zähne in die Hüfte,- aber der kühne Bse, obgleich zum Tode
wund, faßt ihn mit der einen Hand, die ihm allein übrig ist, an der
Kehle und erwürgt ihn.
Die Vorkämpfer der Bsen und ihrer Feinde sind zwar gefallen,
doch endet der Streit nicht; denn an Flucht, an Entrinnen vom wigrid-
felde ist nicht zu denken, sondern nur daran, wie man das Leben
teuer verkaufe.
Unter den Schrecknissen des tobenden Kampfes wankt fortwährend
die Erde- Berge stürzen über Berge, Bbgründe klaffen bis hinunter
zu hels Heid); der Himmel spaltet sich und droht den Einsturz, die
Esche hggdrasil ächzt und stöhnt wie ein lebendes Wesen. Jetzt erhebt
sich Surtur, der Finstere, Schreckliche. Biesenhaft wächst er zum Himmel
empor, wie die woluspa sagt:
Sonne wird schwarz, in die See sinkt die Erde,
vom Himmel fallen die Sterne funkelnd.
Es schwillt der Gischt des schwelenden Feuers,
und heiße Lohe leckt an den Holmen des Himmels.
vor und hinter Surtur ist Feuer, und sein flammendes Schwert
blitzt noch Heller aus dem Dunkel hervor, in das er sich selbst gehüllt
hat. Tr ist anzusehen wie die Bauchwolke, die, von lodernden Bränden
durchzuckt, aus dem heulenden Hekla himmelan steigt, während dem