Full text: Mittelstufe (5. - 6. Schuljahr) (Teil 3, [Schülerband])

191 
198. 
Rãàtsel. 
1. Es kamen grüũne Vögelein 
geflogen her vom Himmel, 
sie setzten sich im Sonnenschein 
im fröhlichen Gewimmel 
all an des Baumes Iste 
und saben da so feste, 
als ob sie angewachsen sein. 
3. Wenn Wetternacht auf Wolken sab, 
so schwirrten sie erschrocken, 
sie wurden von dem Regen nab 
und wurden wieder trocken; 
die Tröpflein rannen nieder 
vom grünenden Gefieder, 
und desto grüner wurde das. 
2. Sie schaukelten in Lüften lau 
auf ihren schlanken Zweigen; 
sie aben Licht und tranken Tau 
und wollten auch nicht schweigen; 
4. Da kam am Tag der scharfe Strahl, 
ihr grünes Kleid zu sengen, 
und nachtlich kam der Prost einmal 
mit Reif es zu besprengen. 
Die armen Vöglein froren, 
ihr Frobsinn war verloren; 
ihr grünes Kleid ward bunt und fahl. 
sie sangen leise, leise 
auf ihre stillo Weise 
vonSonnenschein und Himmelsblau. 
6. Da trat ein starker Mann zum Baum 
und hub ihn an zu schütteln, 
vom obern bis zum untern Raum 
mit Schauern zu durchrütteln; 
die bunten Vöglein girrten 
und auseinander schwirrten; 
wobin sie flogen, weib man kaum. 
Er. Rũckert. 
IV. Winter. 
199. Winterlied. 
I. Mie ruhest du s0 stille 
in deiner weiben Hiüille, 
du miitterliches Land! 
Wo ssind des Frũlilinqs Lieder, 
des Sommers bumt Gefieder 
und dein beblimtes Festgeiandꝰ 
2. Du schlummerst nun enthleidet; 
Lein Lamm noch Selcif lein uweidet 
auf deimnen Aun und Holm. 
Der Voglein Lied verstummct, 
und Leine Biene summet, — 
doch bist du aum αννmmr Sn.
	        
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