Full text: Lesebuch für die obere Abteilung der Unterstufe katholischer Elementarschulen (Teil 2, [Schülerband])

aber selten lange. Bald zeigen sich kleine weiße 
Wolkchen, die immer zahlreicher, größer und dunkler 
vearden. Eine Wolke drängt fich an die andere. Sie 
türmen sich hoch auf, daß es aussieht, als wären in 
der Ferne hohe Berge. 
Plötzlich hört man ein dumpfes Rollen. Ein 
heller Funke fährt im Zickzack nach der nächsten 
Wolke hinüber. Ein gewaltiger Wind fegt die 
Straßen; der Staub wird hoch aufgewirbelt. Das 
Gewuͤter ist im Anzuge. Die Sonne wird ganz 
verborgen von der Wolkenhülle. Da fallen auch schon 
einzelne große Tropfen, erst wenige, aber bald mehr 
und mehr. 
Seht nur, wie die Leute laufen, um dem Regen, 
der immer heftiger wird, zu entkommen. Da blitzt 
s wieder und ein gewaltiger Donner erschüttert die 
Erde. Erschreckt flüchten die Kinder in das Haus 
und drängen sich an die Mutter. 
Nach und nach wird der Donner schwächer, der 
Regen hört auf, die Sonne scheint wieder; — das 
Gewitter ist vorüber. 
Nach Coring. 
79. Der Herbst. 
Der Himmel ist heiter, aber es ist doch schon 
ein wenig kalt. Den Mücklein ist schon lange das 
Tanzen dergangen. Die Schwalben sind fortgeflogen 
in warme Länder, denn bei uns finden sie keine 
Nahrung mehr. Auch unser Storch ist schon abgereist. 
Nut die State sind noch da und lassen sich die Wein— 
beeren schmecken; vor dem Schreckmännlein fürchten 
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