Full text: [1. Teil, [Schülerband]] (1. Teil, [Schülerband])

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Zach ergriff und dieses zum Angriff führte (s. Fig. 40); dadurch belebte 
neuer Mut seine tapfern Soldaten und der Sieg war gewonnen. 
Freilich war er teuer erkauft, denn ein Drittel der wackern Soldaten 
dieses Regimentes war tot oder verwundet. Ein eherner Löwe vor 
der Kirche in Aspern erinnert an die gefallenen Helden. 
Napoleon zog sich mit seiner Armee auf die Insel Lobau zurück, 
da er sonst fürchten mußte, man werde ihm den Rückzug abschneiden. 
Zum erstenmale unterlag Napoleon in offener Feldschlacht; der Zauber 
seines Namens war gebrochen und der Glaube an seine Unbesiegbarkeit 
zu Ende. Erzherzog Karl wurde mit Recht als „die Stütze des Thrones, 
der Retter des Vaterlandes“ gefeiert. 
Die Schlacht bei Wagram. Allein die Hoffnungen, die man in 
Ssterreich an diesen Sieg knüpfte, zeigten sich verfrüht. Napoleon zog 
rasch bedeutende Verstärkungen an sich; wenige Wochen darnach errang 
er in der Schlacht bei Wagram (5. und 6. Juni) wieder den Sieg. 
Trotz dieses Erfolges war seine Lage nicht sicher, denn er wurde 
durch einen Aufstand in Tirol unter dem tapfern Andreas Hofer im 
Rücken bedroht und eine große Gährung in Norddeutschland ließ ihn 
daselbst eine ebenso allgemeine Erhebung wie in Spanien befürchten. 
Daher war es ihm sehr erwünscht, daß ihm Kaiser Franz einen 
Frieden anbot. In dem Wiener Frieden (14. Oktober 1809) verlor 
Hsterreich neuerdings 31/, Millionen Einwohner. Das Härteste bei diesen 
Verlusten war, daß sterreich vom Meere abgeschnitten wurde, da es 
seine ganze Seeküste abtreten mußte. Es verlor Görz, Gradiska, Istrien 
mit Triest und Kroatien, ferner noch Krain und das südliche Kärnten. 
Kaiser Franz Josef J. ehrte die unsterblichen Verdienste Erzherzog 
Karls, indem er demselben auf dem äußern Burgplatz in Wien ein 
herrliches Reiterstandbild errichten ließ, das die Inschrift trägt: „Dem 
heldenmütigen Führer der Heere sterreichs.“ 
36. Kaiser Franz Josef J. 
Beginn der Regiernng. Es war am 2. Dezember 1848, als der 
Kaiser Ferdinand IJ. in der erzbischöflichen Residenz zu Olmütz, wohin 
sich die kaiserliche Familie und die hohen Würdenträger des Staates 
wegen der in Wien herrschenden Unruhen zurückgezogen hatten, die 
Krone seines Reiches niederlegte, die er durch 18 Jahre getragen hatte. 
Zunächst wäre wohl sein Bruder Erzherzog Franz Karl zur Thron— 
folge berufen gewesen; allein dieser verzichtete zu Gunsten seines ältesten 
Sohnes Franz Josef. So bestieg nun der letztere in einem Alter von 
18 Jahren als Kaiser Franz Josef J. den Thron. 
Rückzug 
Napo⸗ 
leous. 
Schlacht 
bei Wag⸗ 
ram. 
Frie· 
dens· 
schluß. 
Regie⸗ 
rungs⸗ 
antritt 
Franz 
Josefs J
	        
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