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unterscheider aufzusuchen, und über ihren Nutzen oder
Schaden nachzudenken, so werdet ihr das in diesem Buche
Fehlende leicht ersetzen koͤnnen; da ihr uͤberdies auch in
ruren Verhaͤltnissen oft Gelegenheit haben werdet, euch
aus anderen Buͤchern daruͤber zu belehren, und so eurt
Wißbegierde zu befriedigen.
Uber die Pflichten einer guten Lebendart,
als ein Anhang zu der VBeschreibung des Menschen
in bem gefellschaftlichen Zustande.
Jr erinnert euch, meine lieben Kinder, gewiß noch der artigen und
gesitteten Kinder in der Schule zu Taubenheim, von welchen in den /
ar die Katholischen Stadt à und Landschulen bearbeiteten Buchst abit⸗
und Lesebuche die Rede war. Ihr erfahrt es auch taͤglich, daß die jenu
gen von euch, welche jenen Kindern aͤhnlich sind, sich die Liebe und
Zune igung anderer Menschen am sichersten zu exwerben wissen. zyf
habt daher gewiß schon mehr als einmahl den Vorsat denht, -euch
durch Artigkeit und Gefaͤlligkeit auszuzeichnen, und in eurem Vetragen
Alles zu vermeiden, wodurch sich der, in der 260sten Erzaͤhlung dieleb
esebuches beschriebene grobe Hant, die Abneigung und den Haß an⸗
derer Menschen zugezogen hatte. Ihr habt ferner aus der Beschrti⸗
bung des Menschen in dem gesellschaftlichen Zustande die mannichfab
tigen Verbindungen und Bezichungen, in welchen die Menschen unter
einander stehen, kennen gelernt; ihr wißt folglich, dabß kein Wepsch/
ee e i hoch so reich Und maͤchig ist, der Huͤtfleistungen anderck
Menschen entbehren konne, und daß es Jedem vortheilhaft ist, sich
durch anstaͤndige Sit ten und ein gefaͤlliges Betragen bei Anderen beliebt
zu machen. Es ist also fuͤr einen Menschen, welcher in einer buͤrger⸗
uͤchen Gesellschaft zu leben bestimmt ist, nicht genug, daß er die heili⸗
hen Pflichten der Religion, der Tugend und Rechtschasfenheit, mit der
strengsten Gewissenhaftigkeit ausuͤber, und sich dadurch, welches freiuich
Zae Wichtigste ist des Veifalleß Gott ee und seines Gewissens werth
mache; er muß auch in seinem aͤußeren Betragen Alles beobachten, was
der Wohlstand, nach Zeit und Umstaͤnden, gebietet, und wodurch man
auf andere Menschen, welche die inneren guten Eigenschaften des Her⸗
zens nicht immer gleich bei dem ersten Anblicke zu beurt heilen im Stande
sind, einen vortheilhaften Eindruck machen kann. Wenn z. B. ein
vbornehmer Reisender durch ruer Dorf oder Staͤdtchen faͤhret, und