Volltext: Geschichte des Altertums (Teil 1)

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Griechische Geschichte. 
durch die Architekten Iktinos und Kallikrates —, im ionischen Stil 
der Tempel der Stadtgöttln Athene töirjvrj IToliac), den wir 
meist.CrecktKeion nennen, weil auch der erdgebotene Heros Erech- 
theusyier^ verehrt wurde, mit der berühmten Halle der Karyatiden, 
ferner die^Lrovnläen — durch Mnesikles —, dazu am Fuße der 
Burg das dorische sog. Theseion, der einzige Tempel des Alter- 
tums, der heute noch ziemlich unversehrt steht. Der große Bild- 
Plastik Hauer Pheidiqs — auch er ist später angeklagt worden und mußte 
Athen vmaffetT —, dessen berühmtestes Werk die goldelfenbeinerne 
Statue des Zeus im Tempel zu Olympia war, hat, unterstützt von 
seinen Schülern, insbesondere dem Parthenon seine Thätigkeit zuge- 
wandt: er schuf die ebenfalls goldelfenbeinerne Athenestatue und 
schmückte die beiden Tempelgiebel mit Göttergruppen, die Metopen 
mit Kampsscenen, z. B. aus den Kämpfen der Kentauren unFlfo- 
pithen, die äußere Wand der Cella endlich mit der herrlichen Dar- 
stellung des Panathenäenfestzuges. (£tn jüngerer Zeitgenosse des 
Pheidias war der argivische Bildhauer Polykleitos. /Als erster 
Malerei der großen griechischen Maler tritt neben sie Polygnotos, der 
unter anderem die ..bunte Halle" (pxoa rcov/Ar^) mit einem Ge¬ 
mälde der marathonischen Schlacht ausschmückte. 
Pcriklcs und die athenische Demokratie. 
Perikles § 49. Pcriklcs. Seit Kimon verbannt und Ephialtes durch 
seine aristokratischen Gegner ermordet worden war, stand Perikles 
an der Spitze des athenischen Staates, der SM^ des Xanthippos, 
der bei Mykale befehligt hatte, und der Agariste, einer Tochter des 
Alkmäonidengeschlechts: vornehm nach Geburt und Gesinnung, ein 
ernster, hochfinniger, unbestechlicher Charakter, eine „olympische" 
Herrschernatur, die zumal durch die Macht des Wortes die Masse 
beherrschte; ein aufgeklärter Denker, wie denn Anaxagoras sein 
Freund war; nicht so sehr Feldherr als Staatsmann; sen^Ziel war 
nach außen die Herrschaft Athens über Hellas, nach innen die Durch- 
leiste geschmückten Kranzaesims. Darüber erheben sich die Giebelfelder, die 
gern mit Statuengruppen ausgefüllt wurden. 
Die Säule des ionischen Tempels steht auf einer Basis, ist ebenfalls 
kanneliert, bedeutend schlanker als die dorische Säule, uud^ihe Kapital trägt 
über dem mit einem Eierstab geschmückteu Wulst zwei Voluten. Uber dem 
Archltrav liegt der R-ries. der aber nicht gegliedert ist uud häufig Relief- 
schmuck trägt; darüber das reich geschmückte Kranzgesims und der Giebel. 
Die korinthische Säule hat eine Basis wie die ionische; das Kapitäl 
ist mitLilisierten Akanthusblättern geschmückt, die aus Schilfblättern hervor- 
wachsen und in Voluten endigen. Das Gebälk ist dasselbe wie im ioni- 
sehen Stil.
	        
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