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nereten und Webereien geben Hunderten von Arbeitern und Arbeiterinnen
lohnenden Verdienst. Andere wiederum finden Beschäftigung in den Stein-
brüchen des Penterknapp. Bramsche wird durch den neuen Ems—Weser-
Kanal, an den sich hier der Osnabrücker Zweigkanal anschließt, noch an
Größe und Bedeutung gewinnen.
Unterhalb Bramsche beginnt die Hase ihren Lauf durch die Ebene,
ihren Unterlauf. In nördlicher Richtung durchfließt sie, bis Bersen-
brück in mehrere Arme geteilt, das gesegnete Artland. Bei Quaken-
brück, wo sie sich plötzlich scharf nach Westen wendet, teilt sie sich nochmals.
Der nördliche, wasserreichste Arm strömt durch das Oldenburger Land,
das er nahe bei Herzlake wieder verläßt. Die Abzweigungen vereinigen
sich wieder und durch die Südradde vom Hümmling verstärkt windet sich
der Fluß durch das sich immer mehr erweiternde Hasetal, das links zum
Hahnenmoor und den Fürstenauer Höhen übergeht, rechts zum Hümm-
ling ansteigt.
Inmitten dieses Tales liegt Haselünne, ebenfalls ein recht gewerbe-
fleißiges Städtchen. Mehrere große Brennereien stellen aus Getreide
Branntwein her. Beim Brennen wird auch die Hefe gewonnen, mit welcher
die Mutter und der Bäcker den Teig anrühren. Die Getreiderückstände,
Schlempe genannt, bilden em vorzügliches Mastfutter. Deshalb hat auch
die größte der Brennereien in der Nähe eine Mastanstalt eingerichtet (Saut-
mannshausen), in der stets über 1000 Ochsen gemästet werden.
Unterlauf der Hase,