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Hansa. Es vereinigten dann mehrere Städte, welche nach derselben
Gegend Handel trieben, ihre Hansen, und allmählich schlössen sich an
die Hauptorte die kleineren Städte als Gäste an. So entstand denn
die große Hansa, die sich in drei Quartiere teilte, das westfälische
mit Köln, das wendische mit Lübeck und das gotländische mit
Wisby an der Spitze (um 1241). In der Mitte des 14. Jahr¬
hunderts hatte sie die meisten Mitglieder. Jährlich schickten jetzt die
Hansestädte Abgeordnete nach Lübeck zu einem Städtetage, auf dem über
Förderung des Handels, Gleichheit der Münze und des Maßes und
andere Erleichterungen des Verkehrs verhandelt wurde. Sie rüsteten
Heere aus zum Schutze des Landes gegen Raubritter und bildeten mit
ihren Orlogschiffen (orlog d. h. Krieg) auch zur See eine gefürchtete
Macht. Die Bedeutung der Hansa wuchs so, daß sie sogar einen Krieg
gegen den dänischen König begann, in welchem sie mehrere dänische Städte
eroberte. Sie gab sich jetzt auch eine besondere Verfassung und wurde
gleichsam ein Staat im Staate. Im 15. Jahrhundert teilte sie sich
in vier Quartiere, das westfälische mit Köln, das wendische mit
Lübeck, das sächsische mit Braunschweig, das preußische mit
Dan zig als Vorort. Im 16. Jahrhundert begann die Hansa zu
sinken; an den großen überseeischen Entdeckungen in dieser Zeit hatte
sie keinen Anteil.
b) Die schweizerische Eidgenossenschaft. Diese wurde ver¬
stärkt durch den Beitritt von Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern.
Um ihren Abfall von Österreich zu rächen, zog der tapfere Herzog
Leopold von Österreich (s. d. Stammtafel S. 161) gegen sie. Bei
Sempach (Kant. Luzern) kam es 1386 zu einer entscheidenden Schlacht,
in der die Schweizer über das Heer der Ritter einen vollständigen Sieg
errangen und Leopold selbst fiel. Die Glaubwürdigkeit der Überlieferung
von dem kühnen Todesmute des Arnold von Winkelried wird vielfach an-
gezweifelt. Eine zweite Niederlage der Österreicher (bei Näfels. Kant.
Glarus) vollendete den Sieg der Schweizer und sicherte ihnen die
errungenen Freiheiten (1388).
c) Die Städtebündnisse im südwestlichen Deutschland, besonders
der schwäbische und der rheinische Städtebund. Der staufische
Kaiser Friedrich II. hatte die Städte preisgegeben, um die Fürsten zu
gewinnen; das Edikt von Ravenna (vgl. S. 139) hatte die städtischen
Freiheiten größtenteils vernichtet. Als aber nach dem Sturze der
Staufer, in den Zeiten des Interregnums, sich allerwärts in den niederen