Object: Vaterlandskunde für Schule und Haus im Königreiche Sachsen

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Natürliche Wasserbehälter über Seeen 
sind selten und unbedeutend; desto häufiger und größer 
aber künstliche, oder Teiche. Zu erstern gehören 
der Göttewitzer-und Horst-See bei Mutzschen 
und der Breitinger bei Borna; zu letz Lern die 
Leiche der Moritzburger Gegend, der Deutsch-Ba- 
selizer Teich bei Camenz, der Eschefclder bei 
Frohburg rc. Im Erzgebirge und Voigtlande giebt es 
auch viel große Berg- und Floß Lei che. 
Sachsen ist reich an Mineralquellen oder Ge¬ 
sundbrunnen, denn es zahlt deren über 30. Doch 
hat es nicht eine so warme, wie Töplitz und Karls¬ 
bad. Die meisten sind kalt, einige nur lauwarm; 
wenige werden zum Trinken, fast alle zum Baden 
benutzt. Zu den besuchtesten gehören die zu Tba- 
rand, Wolkenstein, Wiesa bei Annaberg, Gies- 
I; übel, Schandau, Nadeberg, Meissen, Zit¬ 
tau und Schmcckwitz bei Camenz. Zu Dresden 
und Leipzig giebt es Anstalten, wo, nach der Erfindung 
des Br. Struve zu Dresden, durch Kunst Mine- 
ralwmsser bereitet werden, welche den natürlichen des 
Auslandes gleich kommen. — Schlackenbader, oder 
Wasser, welche durch die beim Schmelzen der Erze sich 
absondernden Unreinigkeiten oder Schlacken erwärmt 
werden, .bereitet man nur zu Hals brücke bei Frei- 
berg und beim Eisenhammer im Plauenschen Grün- % 
de. Bauwürdige Salzquellen hat man mehrmals 
vergeblich gesucht. 
Unser Klima ist, der nördlichen Lage des Landes 
wegen, weder warm, noch beständig, aber doch 
meist mild, gesund und Fruchtbarkeit beför¬ 
dernd; rauh nur in den höchsten Gebirgsgegenden, wo 
die Natur nicht selten noch starrt unter dem Eis- und 
Schneekleide des Winters, wahrend sie in den sanf¬ 
ten Thälern der Elbe, Pleisse, Mulde re. schon im 
schönsten Schmucke prangt und freundlich ihre milde 
Hand aufthut. 
Wenn auch nicht zu den fruchtbarsten, doch 
zu den fruchtreichsten Provinzen Deutschlands ge-
	        
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