Full text: Wirtschaftsgeographie und Wirtschaftskunde für Handelsschulen

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c. Das Verkehrswesen. Das gesamte Eisenbahnnetz im europäischen 
Rußland erreicht an Länge nicht ganz das deutsche, seine Dichte beträgt daher 
nur Vio der unsrigen. Eine der wichtigsten Linien ist die sibirische Eisenbahn 
(vgl. S. 58). Als Knotenpunkte sind Warschau, Moskau und Petersburg von 
Bedeutung. Die russischen Bahnen haben eine andere Spurweite als die mittel- 
europäischen, dadurch wird der Verkehr über die Landesgrenzen wesentlich er- 
schwert. 
Infolge der ausgedehnten Tiefebenen haben sich große Flußläufe (welche?) 
entwickeln können. Ihre Verkehrsbedeutung leidet indes einmal unter der 
durchweg ungünstigen Mündung (warum?), ferner unter der langen Vereisung, 
die teilweise 2—5 Monate im Jahre dauert. 
Die russische Handelsflotte beträgt nur 1U, der Seeverkehr, der zu 5/e 
von fremden Schiffen besorgt wird, die Hälfte des deutschen. Der wichtigste 
Hafen ist Odessa, ihm folgen Petersburg und Riga. 
d. Der Außenhandel. Er wird durch ein starkes Überwiegen der 
Ausfuhr über die Einfuhr gekennzeichnet. Infolge der in den einzelnen Jahren 
fehr verschiedenen Ernten, die den wichtigsten Teil der Ausfuhr stellen, muß 
diese selbst ebenfalls erheblichen Schwankungen unterworfen sein. Unter den 
Ausfuhrgegenständen steht das Getreide mit rund M 1000 Millionen weitaus 
obenan; ihm folgen Holz und Flachs, für den Rußland der wichtigste Lieferer 
Europas ist. Von den Einfuhrgegenständen sind Faserstoffe, Maschinen und 
Tee an erster Stelle zu nennen. 
Bei der wirtschaftlichen Rückständigkeit der Sibirien umgrenzenden Länder, 
sowie der Gebiete des Balkans muß der russische Handel sich hauptsächlich nach 
Mittel- und Westeuropa richten. 
Deutschland ist der wichtigste Abnehmer von Getreide, Holz, Eiern, Butter 
und Flachs und liefert seinerseits durchweg Gewerbeerzeugnisse, wie Maschinen, 
Eisenwaren, Leder und Waren der chemischen Industrie. 
Im Binnenhandel besitzen die Messen in Nischnij-Nowgorod für Pelzwaren, 
Häute und Bedarfsgegenstände der Bauern noch immer große Bedeutung. 
G. Südeuropa, 
Zur Wiederholung. Eisenbahn-Knotenpunkte: Neapel, Brindisi, Rom, 
Genua in Italien; Madrid in Spanien, Lissabon in Portugal. Reisbau: Oberitalien, 
Spanien. Quecksilber: Almaden lSpanien). Eisenerze: Rio Tinto (Sierra Morena), 
Bilbao (Spanien). Kupfererze: Rio Tinto. 
a. Natürliche Ausstattung. I. Lage. Die drei südeuropäischen 
Halbinseln werden durch hohe Randgebirge (welche?) von dem übrigen Europa 
abgetrennt. Die Alpen sind indes viel wegsamer als die Pyrenäen. Alle drei 
Länder liegen ferner am Mittelmeer und haben an dessen mildem Klima Anteil. 
Italiens Lage ist die günstigste, da es in der Mitte der beiden Halbinseln liegt 
und infolge seiner reichen Gliederung den größten Anteil an der Meeresküste 
hat. Während die geschlossenen Landmassen im Innern der Hochflächen der
	        
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