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Hausen Wölfe, Bären, Affen und sehr viel anderes nützlicheres
Wild. Es fehlt auch nicht an Metallen und Mineralien aller Art.
An Umfang ist Spanien nicht so groß als Deutschland, auch .
enthält es kaum zwölfMillionen Einwohner, ob es gleich viel mehrf
nähren konnte. Sie bekennen sich alle zur römisch-katholischen Re¬
ligion. Die hohe Geistlichkeit besteht aus acht Erzbischöfen und fünf¬
zig Bischöfen. Der Klöster und Weltgeistlichen waren biszum Jahr
1Ö20 gegen 252,000; jetzt aber sind die Klöster in Spanien auf,
gehoben und die Jesuiten aus dem Lande vertrieben worden.
Die Fabrikanten waren in Spanien nie so zahlreich und so.
wohlhabend wie die Mönche; doch fehlt es im Lande nicht an
Wollen- und Seidenmanufakturen, an Papier-, Seifen-, Le¬
der-, Porzellan- und andern Fabriken.
Der jetzige König heißt Ferdinand VII. Er herrschte eine
Zeit lang mit großer Willkühr; durch die neue Constitution ist
aber seine Macht gar sehr beschränkt worden. Der Kronprinz
führt den Titel eines Prinzen von Asturien. Die spanische
Seemacht bestand im Jahre i80ö aus 2iö Kriegsfahrzeugen,
worunter sich 42 Linienschiffe und 30 Fregatten befanden.
2. Kalte Winter in Kastilien.
In Alt-Kastilien ist die Kälte viel schärfer im Winter, als
in andern Gegenden Spaniens, weil das ganze Land aus einer
hoben Bergfläche besteht. Das schlimmste ist, daß man in dem
Lande nichts hat, sich gegen die Kälte und gegen die schneiden¬
den Winde, die auf dieser hohen offenen Ebene sehr heftig sind,
zu schützen, als ein großes Feuerbecken, brasero genannt, das
man unter den Tisch stellt. Oefen und Kamine sieht man in
den gewöhnlichen Häusern gar nicht. Man denke sich nun da¬
zu Zimmer in den Wirthshäusern, wo der Wind durch alle Win¬
kel freien Durchzug hat, und wo der Mang«-! an Glasfenstern
zwingt, entweder ohne Licht zu bleiben, oder sich dem Wetter
auszusetzen, so wird man sich eine Vorstellung von den ange¬
nehmen Winterreifen in Kastilien machen können. Im Som¬
mer ist diese hohe Bergfläche wasserlos und verbrannt.
Nicht minder ungleich ist das Klima in der Gegend von
Madrid, welches doch in Neu-Kastilien liegt. Im Sommer
ist die Luft brennend heiß, weil keine Seewinde sie abkühlen, im
Winter hingegen ungemein kalt. Oft sind da, wie bei uns, doch
dünner, die Flüsse mit Eis belegt. Diese strenge Kälte rührt
unstreitig von der hohen Lage der Stadt her; denn Neu-Kasti¬
lien ist eine Terrasse oder Flache des kastilischen Gebirges, wie
es Alt-Kastilien von dem biskajischen ist. Der Kälte ungeach¬
tet findet man aber selbst in den Häusern der Vornehmen nur
den brasero.
Alt- und Neu-Kastilien werden durch ein Gebirg geschie¬
den, dessen höchste Gipfel man xuerto äe 8omosieira, das