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tun und in allerlei Werken des Friedens und der Frömmigkeit
ihre Erholung und Freude. „Den Bedrückten des Landes
die Mutter zu sein, war Kursürstin Elisabeths Ehre." —
Nur um 2 Jahre überlebte die Kurfürstin ihren Gemahl.
In dieser Zeit verkehrte sie traulich mit ihren Kindern und
verwandte ihr reiches Witwengut zu deren Besten. Ihren
Hofhalt vereinigte sie mit dem ihres Sohnes Albrecht,
„damit sich derselbe besser erholen könne". Im Kloster zu
Heilbronn ward sie an der Seite ihres Gatten bestattet.
28. Brandenburg erhält die Herzogtümer
Preußen und Cleve und die Grafschaften Mark
und Ravensberg (1618 n. 1666).
1. Preußen. — Zwischen Memel und Weichsel wohnten
die alten P r u z e n oder Preußen. Sie waren noch bis
ins 13. Jahrhundert Heiden. Durch Ritter aus dem
deutschen Orden wurden sie endlich für das Christentum
gewonnen; es war aber dies nur möglich, indem die tapferen
Ordensritter gleichzeitig das Land eroberten und es in
musterhafter Weise anbauten. — Zur Zeit der Kirchen-
trennung wurde das Ordensland ein weltliches Herzog-
tum unter polnischer Lehnshoheit. Der Kurfürst von
Brandenburg erlangte die Mitbelehnung mit dem Recht der
Erbfolge. Dieses Recht wurde wirksam, als im Jahre 1618
der Herzog Albrecht Friedrich von Preußen ohne
männliche Erben starb. Das Herzogtum ging nun als Lehen
t es Königs von Polen sofort an den Kurfürsten von Branden-
bürg, Johann Sigismund, über, dessen Gemahlin Anna
eine Tochter Albrecht Friedrichs war.
2. Das Herzogtum Cleve und die Grafschaften Mark
und Ravensberg. Nicht nur im äußersten Osten, sondern
auch im Westen vermehrte sich der Besitzstand Brandenburgs
unter dem Kurfürsten Johann Sigismund und zwar wiederum
durch seine Gemahlin Anna. Dieselbe war durch ihre
Mutter eine Nichte des mächtigen Herzogs von Jülich,
Eleve, Berg, dem auch die Grafschaften Mark und Ravens-
berg gehörten. Als ihr Onkel ohne männliche Nachkommen
starb, wurden seine Besitztümer geteilt, und der Kurfürst von
Brandenburg wurde Herzog von Cleve und Graf
von der Mark und von Ravensberg. Dieser Erwerb
bildete den Kern der späteren Rheinlands.