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holen wollte. Er hatte sich, als die Russen nach Deutsch¬
land Vordringen sollten, sogleich an Wittgenstein gehängt,
um als Bulletinschreiber dessen Großtaten und die An¬
rufungen, Ausrufungen und Verkündigungen deutscher Frei¬
heit auf dessen Heerzügen zu verfassen.
Er hat auch ein halbes Jahr solche Bulletins geschrieben
in seiner das Größte und Edelste entweihenden oberfläch¬
lichen und immer unzeitig und unverschämt witzelnden und
dann wieder weibisch empfindenden Manier, und wo er sich
auf früheres Leben und Vorgeschichte der Völker und ihrer
Begebenheiten und Entwickelungen berief oder hinwies, mit
solcher Oberflächlichkeit und Unwissenheit, daß man sich
dieses Deutschen deutsch schämen mußte: so rief er zum
Beispiel die Meißnischen Sachsen oder die guten sogenannten
Kursachsen, welche durch die traurige Politik ihres Königs
leider noch gefesselt gehalten wurden, daß sie ihren braven
deutschen Mut nicht zeigen konnten, das heißt die ganz zu¬
fälligen Namenssachsen, durch den Namen Sachsen eben ver¬
führt, im Namen ihres weiland Wittekind auf, wie er weiland
gegen Karl den Großen gestanden, so gegen den, welcher der
Karl der Große der Gegenwart sein wolle, mit gleichem Mut
aufzustehen und zu stehen. Diese Unwissenheit und die
elenden, leeren Anspielungen und leichtfertigen Witzeleien,
welche dieser deutsche Mistkäfer auf den großen und heiligen
Ernst der Gegenwart spritzte, empörte uns alle, keinen aber
mehr als Niebuhrs zartfühlendes deutsches Herz. —