Volltext: Meine Wanderungen und Wandelungen mit dem Reichsfreiherrn vom Stein

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Die köstlichen Früchte, die er die vielen Jahre her getragen 
hat, brachten mir schon weit mehr als hundert Thaler ein, 
und noch immer ist er ein Kapital, das reichliche Sinsen trägt. 
Aufgabeng z aht Fuenet 2. Remme 
4. Welche Gestalt hat ein Apfel? — eine Pflaume? — eine Birne? 2. Ne 
ernobst 8 85 — Drisensact — Früchte, in Kapseln. U. 3. Be⸗— 
chreib einen Apfel — eine Birne — eine 8Swetsche. A. Lebensgeschichte des Apfel— 
3 (Apfel. Kern. Erdreich. Bäumchen. Gärtner u. s. w.), lil. 5. Geschichte;: 
Tin Mann befördert in einem Dorfe die Obstbaumzucht. Das Dorf hat davon viel 
Segen. 
—3 
89. Einkehr. 
Dei einem Wirte wundermild, da war ich jüngst zu 63 
ein goldner Apfel war sein Schild an einem langen Aste. Es 
war der gute Apfelbaum, bei dem ich eingekehret; mit süßer 
Kost und frischem Schaum hat er mich wohl genähreteA Es kamen 
in sein grünes Haus viel leichtbeschwingte Gäste; sie sprangen 
frei und hielten Schmaus und sangen auf das beste. Ich fand 
ein Bett zu sußer Ruh auf weichen, grüuen Matten;“ der Wirt, 
er deckte selbst mich zu mit seinem kühlen Schatten.“ Nun fragt 
ich nach der Schuldigkeit; da schüttelt er den Wipfel. Geseanet 
sei er allezeit vbon der Wurzel bis zum Gipfel. 
90. Die Schmarotzerpflanze. 
Mistel, Flechte und Baumwinde, drei arge Gesellen, 
kamen einmal von ferne her an einen Garten und sprachen 
zu dem Feigenbaum darin: „Laß uns wohnen in deinem 
Schatten und gönne uns ein Ruheplätzchen zwischen deinen 
Zweigen.“ Aber der Feigenbaum antwortete und sprach 
zu ihnen: „Ich kenne euch. Soll ich meine Süßigkeit 
und meine Frucht lassen um euretwillen?“ Da gingen die 
drei Gesellen zum Oelbaum und sprachen zu ihm: „Laß 
uns wohnen in deinem Schatten und gieb uns ein Räum— 
lein zwischen deinen Zweigen.“ Aber der Oelbaum antwor— 
tete ihnen und sprach: „Ich kenne eure Weise, und sie ist 
mir wohl bekannt. Soll ich um euretwillen lassen meine 
Fettigkeit, welche hoch und niedrig an mir preisen?“ Da 
gingen die drei Gesellen zum Weinstock und baten: „Laß 
uns ruhen in deinem Schatten und weilen zwischen deinen 
Reben.“ Aber der Weinstock that seinen Mund auf und 
sprach: „Man kennet euren Dank, damit ihr lohnet, die 
euch aufnehmen. Soll ich um euretwillen meinen Most 
lassen, der die Menschen fröhlich macht?“ Da sahen die 
Mistel und die Flechte und die Baumwinde, daß man sich
	        
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