Full text: Merkbüchlein für den Unterricht in der vaterländischen Geschichte

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dd. Die Empörung der Bauern in Thüringen und Franken 
1525. und ihre Niederlage bei Frankenhausen. 1525. Thomas 
Münzer. 
c. Die Wiedertäufer in Münster. 
Aufgaben. Gieb die Bedeutung der Bibelübersetzung an! Bedeutung des 
evangelischen Kirchenliedes! Zeige Luthers Ausdauer! Beurteile die Handlungs¬ 
weise der Bauern und zeige, daß die Bauern roh, grausam, zuchtlos und ge¬ 
wissenlos wurden, Freude am Zerstören hatten und sich mit Gewalt selbst helfen 
wollten! (Jedermann sei Unterthan der Obrigkeit.) 
Zeige, daß die Fürsten der damaligen Zeit Schuld an dem Verhalten der 
Bauern trugen; weil sie so hartherzig und grausam gegen die armen Bauern 
waren! (Siche Befreiung der Bauern. Seite 50.) Vergleiche die heutigen Bauern 
mit denjenigen zu Luthers Zeit! 
1525. 6. Luther verheiratete sich 1525 mit Katharina von Bora. 
a. Luther wurde der Begründer des evangelischen Pfarrhauses. 
b. Er war ein fürsorglicher Ehegatte, etu liebevoller aber strenger 
Vater. (Bries an seinen Sohn Hans. Luther beim Tode seines 
Töchterleins.) 
IV. Die Ausbreitung und innere Befestigung der 
evangelischen Lehre. 
1. Luther sorgte für die Ausbildung tüchtiger Prediger. 
2. Johann der Beständige von Sachsen, Philipp von Hessen, 
Albrecht von Preußen führten die Reformation in ihren Ländern ein. 
^3. Die Evangelischen protestierten gegen den Reichstagsbeschluß 
1529. ,}U Speier. 1529. (Es sollte keiner mehr evangelisch werden dürfen.) 
Protestanten. 
4. Melanchthon verfaßte das evangelische Glaubensbekenntnis. 
1530. Dies wurde 1530 in Augsburg vorgelesen. Augsburger Confession. 
5. Luther sorgte für die Gründung von Schulen. 
(Schulen vorher! Siehe Seite 63 und 64.) 
a. Luther hielt Kirchen - und Schulvisitationen ab und ermahnte 
Fürsten und Städte, Schulen zu gründen. 
1529. b. Luther schrieb den Katechismus. 1529. 
Der große und kleine Katechismus. 
C. Luther sorgte für Kirchenordnungen. 
a. Die Länder Braunschweig, Lüneburg, Hannover, Pommern, 
Schleswig-Holstein und viele Städte z. B. Magdeburg, Bremen, 
Lübeck, Nürnberg, Straßburg :c. nahmen die Reformation an. 
Ebenso Dänemark, Norwegen und Schweden. 
b. Die schnelle Ausbreitung war möglich, weil die Leute einen 
Widerwillen gegen die Mißbrauche der Kirche hatten, und weil 
der Kaiser sich viel mit auswärtigen Dingen beschäftigen mußte. 
7. Die weitere Ausbreitung der Reformation.
	        
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