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2. Der Kriegerstand erschlaffte und verweichlichte und zeichnete sich
nicht mehr durch Mut, Tapferkeit und Kampflust aus und konnte deshalb
kriegerischen Völkern nicht standhalten.
3. Diese Reiche waren mehr oder weniger durch Eroberung, durch
Entfaltung kriegerischer Tugenden gegründet worden. Sie konnten des¬
halb auch nur solange bestehen, als die führenden, beherrschenden Stämme
und Völker kriegstüchtig blieben und die andern darin übertrafen.
2. Griechische Geschichte.
I. Urzeit, Religion rmd Heldensagen.
A. Darbietung.
Was sich die alten Griechen von ihren Göttern und Helden
erzählten.
1. Land und Leute.
Die alten Griechen bewohnten die östliche Halbinsel Südenropas,
die deshalb den Namen Griechenland erhalten hat. Man teilte es in
Nordgriechenland, Mittelgriechenland und Südgriechenland. Nördlich
von Griechenland lag das Land Mazedonien am Ägäischen Meere.
Daran schloß sich die fruchtbare nordgriechische Landschaft Thessalien mit
dem 3000 m hohen Götterberge Olymp. Westlich davon, durch den
Pindus getrennt, lag das rauhe Bergland Epirus. Der Engpaß der
Thermopylen führte nach Mittelgriechenland, das auch Hellas genannt
ward. Es bestand aus acht Landschaften. Die berühmtesten Städte
waren Athen in Attika und Theben in Böotien. Nahe an der Küste des
Korinthischen Meerbusens lag Delphi mit dem Volksheiligtum. Durch
die schmale Landenge von Korinth hing Hellas mit Südgriechenland
oder dem Peloponnes zusammen. Neun Landschaften gab es in dieser
gebirgigen, rauhen Halbinsel. Die wichtigste war Lakonien mit der
Hauptstadt Sparta. Im Nordwesten lag das berühmte Heiligtum
Olympia. Zu Griechenland gehörten außerdem die zahlreichen Inseln
im Jonischen und Ägäischen Meere. Die größte von allen ist Kreta im
Süden. Die Inselketten, die von Attika aus sich ausbreiten, vermittel¬
ten den Übergang nach Kleinasien. Die Westküste von Kleinasien nebst
den vorgelagerten Inseln war auch von Griechen besiedelt. Rauhe Ge-