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4. Abendgebet.
1. Der muntre Tag ist wieder still,
Und alles schlafen gehen will,
Das Wild auf weichen Mooses Flaum,
Der Vogel auf dem grünen Baum,
Der Mensch in seine stille Kammer,
Sich auszuruhn von Müh' und Jammer.
2. Doch tritt er aus der Hütten Tür
Zuvor noch in die Nacht herfür,
Sich christlich erst bereiten mutz
Mit Liebesdank und Liebesgrutz,
Mutz sehen, wie die Sterne blinken
Und noch den Odem Gottes trinken.
3. Du, der von oben Wache hält,
Du, milder Vater aller Welt,
Vernimm mein stammelndes Gebet,
Das zu den hellen Sternen geht,
Wollst mich von deinen Sonnenkreisen
Im rechten Beten unterweisen.
4. Ich war den Tag in deiner Hut,
Behüt auch heut mich, Vater, gut.
Durch deine milde Gütigkeit
Vorm bösen Feind und seinem Neid;
Denn was den Leib mir mag befallen,
Das ist das kleinste Leid von allen.
ö. O sende von dem Strahlenschein
Den liebsten Engel zu mir ein
Als Friedensboten unters Dach,
Als Wächter in mein Schlafgemach,
Datz Herz und Sinne und Gedanken
Sich fest um deinen Himmel ranken.
l*