Volltext: Heimatgeschichte der Rheinprovinz

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II. 
Die Rheinlande zur Zeit des Frankenreiches. 
Bildung des Frankenbundes. Das aufkeimende 
Christentum. 
Die Germanen hatten durch die Berührung mit den 
Römern die Machtlosigkeit des untergehenden Römerreiches 
erkannt. Zwar hatten die Römer ihre Grenze gegen das 
Germanenreich stark befestigt und daher ein weiteres Vor¬ 
drängen nach Süden und Westen vorläufig unmöglich ge¬ 
macht; auf die Dauer jedoch mußten auch diese Fesseln von 
den aufquellenden Germanenstämmen gesprengt werden. 
Um eine festere Einheit und damit eine größere Macht zu 
erlangen, vereinigten sich die bis dahin getrennten germa¬ 
nischen Stämme nach ihrer Blutsverwandtschaft und ihrer 
räumlichen Nachbarschaft zu geschlossenen Völ¬ 
kerschaften, Das Ziel dieser Bewegung bestand darin, 
„nicht Roms Macht, sondern Roms Schätze sich anzueignen“. 
Seit dem Anfang des dritten christlichen Jahrhunderts 
finden wir am Mittel- und Niederrhein den Bund der Fran¬ 
ken (Freien), dessen Name zuerst 234 genannt wird, dessen 
Entstehung aber jedenfalls früher fällt. Als später zwischen 
den römischen Kaisern Valerianus und Aemilianus Thron¬ 
streitigkeiten herrschten, fielen im Jahre 253 allenthalben 
germanische Stämme in römisches Gebiet ein. Auch die 
Franken zogen über den Mittel- und Niederrhein und plün¬ 
derten Gallien und Spanien, In dem Volksbunde der Fran¬ 
ken vereinigten sich wahrscheinlich die germanischen 
Stämme der Chatten am Main und Mittelrhein, die Sugam- 
brer und jedenfalls ein Teil der Brukterer (wenn nicht der 
ganze Stamm), die Usipeter und Tenchterer, Amsivarier, die 
Kreuzberg. Geschichtsbilder aus dem Rheinlande. "3
	        
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