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Wahlkönigen aus dem Hause Oldenburg (Christian I — zugleich
Herzog von Schleswig-Holstein durch Wahl, unter Verpflichtung,
up ewig ungedeelt die zwei zu lassen — Johann, Christian II) zur i«o.
Reichsverweserschaft (der Sture), dann — infolge des vergeblichen
Versuchs Christians II, durch das Stockholmer Blutbad (fast 100 1520.
getötet) den Trotz des Adels zu brechen — zur Trennung
Schwedens (ohne Gothlaud) unter dem Königshause Wasa. Auch 1523-1654.
aus Dänemark vertrieben, wird er hier ersetzt durch seinen Oheim
Friedrich von Holstein.
NB. Die (wenigstens äußerliche) Erfüllung der welt¬
geschichtlichen Aufgabe (Mission) des oeeidentalischen
Mittelalters, seine Leistung in der Verarbeitung des
christlichen Prinzips, der Verschmelzung des römischen,
germanischen und christlichen Wesens läßt an seinem
Ende neben neuen allgemeinen Zielen auch eine indivi¬
dualisierende (nationale) Richtung erkennen.
Übergang zur Neuzeit.
In dem Zeitraum mehrerer Jahrhunderte zwischen 1300
und 1600 — zum Teil selbst schon früher —- bereitet sich auf
allen Gebieten des gesamten Völker- und des Kultur-, des ge¬
sellschaftlichen, wirtschaftlichen und Staatsleberis ein Umschwung
vor, wie ihn die Welt seit der Zeit der Einführung des Christen¬
tums, des Untergangs West-Roms und dem Anbruch der Völker¬
wanderung nicht gesehen hatte. Auf dieser Thatsache beruht das
Recht, als ein drittes Zeitalter die Neuzeit zu setzen. Ob
in derselben auch schon die Anzeichen eines vierten Zeitalters ge¬
geben sind, steht dahin, obwohl manches dafür spricht. Da es
aber nicht endgültig zu entscheiden ist, steht die Bestimmung des
Eudes des dritten Zeitalters noch aus.
Es keimt in jener Übergangszeit allerorten mannigfach:
Das Ende der Übergangszeit fällt etwa mit demjenigen
des 30jährigen Krieges (1648) zusammen.
Zwei Perioden kann man innerhalb dieses Zeitraums Zw» Perio-
uuterscheiden: ben"
1. Bis 1540(55) die Reform (kirchliche Reformation,
Wiedererweckung der klassischen Wissenschaft und Kunst,
die Zeit der Erfindungen und Entdeckungen, neue Bewe¬
gung auf politisch-sozialem Gebiet).
2. Bis 1648 die Reaktion (besonders — [kirchliche] —
Gegenreformation bis zu Religionskriegen, Stillstand
oder unentschiedener Kampf auf den anderen Gebieten).