Volltext: Achtundzwanzig Bilder aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte

Zweite Abteilung. 
Brandenburgisch - preußische Geschichte. 
I. 
Markgraf Albrecht der Bär. 1134—1170. 
König Heinrich der Vogelsteller hatte das Land Branden¬ 
burg zum Teil erobert, aber später hatte es sich von Deutschland 
wieder frei gemacht. Albrecht der Bär — der so genannt wurde 
wegen seiner Kraft und Tapferkeit — hat ganz Brandenburg 
eingenommen und das Christentum darin eingeführt. Der 
deutsche Kaiser ernannte Albrecht zum Markgrafen von Branden- - 
bürg und übertrug ihm die Regierung über dieses Land. Die 
Slaven, welche in Brandenburg wohnten, hießen Wenden. Albrecht 
mußte lauge Krieg gegen sie führen, endlich aber wurden sie 
gänzlich besiegt. Im Kampfe war die Hälfte der Wenden um¬ 
gekommen, große Landstrecken lagen wüst da, deshalb rief Albrecht 
aus andern deutschen Ländern Ackerbauer herbei und verkaufte 
au sie größere und kleinere Stücke Land, das sie nun bestellen 
mußten. Auch mußten sie Dörfer und Städte bauen. So 
wurde das wendische Brandenburg nach und nach ein deutsches 
und ein christliches Land. 
Nachdem Albrecht über 30 Jahre zum großen Segen für 
den Kaiser über Brandenburg regiert hatte, starb er im Jahre 
1170 zu Balleustädt. 
II. 
Markgraf Otto IV. mit dem Pfeil. 1267—1308. 
Otto verlangte, daß man seinen Bruder Erich zum Erz¬ 
bischof von Magdeburg weihen sollte. Da aber solches nicht 
geschah, so zog er gegen den neuen Erzbischof von Magdeburg
	        
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