Full text: Achtundzwanzig Bilder aus der brandenburgisch-preußischen Geschichte

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war ein sehr tapferer und verständiger Mann. Kaiser Sigmund 
ernannte ihn zum Obergeneral im Kriege gegen die Anhänger des 
Hns in Böhmen; man nannte diese Hussiten. Sie siegten aber 
mehrere mal und fielen aus Rache in Brandenburg ein. Dort 
verbrannten sie viele Dörfer und plünderten das Land. Sie 
wollten auch die Stadt Bernau erobern. Aber wenn sie mit Leitern 
die Mauer zu ersteigen versuchten, so gossen ihnen die Burger von 
Bernau heißen Brei und kochendes Wasser auf die Köpfe und 
trieben sie so zurück. Da zogen die Hussiten von Bernau ab. 
Bald darnach wurden sie aus Brandenburg gejagt. Friedrich 
regierte sein Land sehr gut; er übte Recht und Gerechtigkeit, 
bestrafte die Bösen und Lasterhaften und unterstützte die im 
Kriege verarmten Bürger und Bauern. 
Auf Friedrich I. folgte dessen Sohn: 
IV. 
Kurfürst Friedrich II., Eisenzahn. 1440—1470. 
(Sisenzahn heißt er wegen seiner Tapferkeit, Gerechtigkeit 
und beständigen Frömmigkeit. Er fügte die sogenannte Neu¬ 
mark zu Brandenburg hinzu. Friedrich W. hatte einen heftigen 
Streit zu bestehen mit den Städten Berlin und Köln an der 
Äpree. Diese wollten dem Kurfürsten nicht gehorchen nnd schlossen 
ihm die Thore vor der Nase zu. 
Die Bürger in Berlin wurden einst unter einander un¬ 
einig und einige riefen den Kurfürsten zu Hülfe. Dieser kam 
schnell mit 6000 Reitern und nahm die Stadt ohne Blutver¬ 
gießen ein, weil er ein Thor offen fand. Jetzt baute aber der 
Kurfürst eine fürstliche Burg an der Spree. Friedrich zog in 
dieselbe und hielt von hier aus die Städte Berlin und Köln 
in Zucht und Ordnung. 
Auf ihn folgte sein Bruder: 
V. 
Kurfürst Albrecht Achilles. 1470^1486. 
Er war riesenmäßig groß, stark und tapfer, deshalb hat er 
den Beinamen Achilles. (So hieß ein berühmter Held Griechen- I 
lands.) Er hat mit der Stadt Nürnberg oft Krieg geführt.
	        
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