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Heerwesen und Staatsordnung Roms.
JjeertMfett. Die sicherste Stütze der Reichsgewalt war das treffliche Heer. Vas
eigentliche Heer bestand damals nur aus römischen Bürgern.
Die mtffTn »" ein9e‘e11,1' >Öe£esion 3äfl',e «OOSuMoIbaten und 300 Reiter.
. Waffen des Fußvolkes waren der runde oder viereckige Schild, die schwere Stofelame
ober der le.chte Wurfspeer uud öas zweischu-idig- Schwer.. «, WÄt
Kops der Brustpanzer war durch einen breiten Cedergurt zusammengehalten. (S. T. VIII 38 )
3ede Legion kämpfte tn drei hintereinanderstehenden Reihen oder Treffen. Das dritte
Treffen der sogenannten Tndrier war an 3ahl das schwächste; dafür aber bestand es aus
erprobtesten Mannschaft. (Es griff erst zuletzt in den Kampf ein und
entschied dann gewöhnlich den Sieg.
Das Legionsheer wurde gewöhnlich verstärkt durch verschiedene Arten von fiilfs-
ibr!rPPlini r9S roirÖen Mefe nur DOn italischen Völkerschaften gestellt, welche nach
leTnff -T 9 D°IIeS Bürgerrecht erhalten hatten, sondern als „Bundes-
" * r0mJf<f)en ^^ger bezeichnet wurden, wie aber das Weltreich wuchs, so
auch der Bedarf an Truppen. In immer steigender Zahl mußten aus aller Herren Ländern
nun auch eigentliche Soldner angeworben werden; besonders zahlreich waren bald die
Germanen vertreten. Hlle diese hilfstruppen waren in Kohorten gegliedert. Den Kern
jedes Romerheeres bildeten die Legionen. Ihnen schlossen sich rechts und links, als die
sogenannten Flugei, die Kohorten der Hilfsvölker an.
, Einen festen Zusammenhalt bewirkte im Reiche sodann die
treffliche Verwaltung. Die höchste Behörde des Staates war der Senat. (Er
mahlte alljährlich als die eigentlichen Regenten des Reiches die beiden Konsuln
und alle anderen hohen Beamten; er schuf die (Besetze, überwachte die Einnahmen
und ausgaben des Reiches und beschloß über Krieg und Frieden. Kn der Spitze
jeder Provinz stand ein Statthalter; auch seine Amtszeit wahrte gewöhnlich nur ein Jahr
q. 016 m6lfte,n 5“ unterworfenen Völker war die Römerherrfchaft ein Segen.
Sie standen nun unter dem Schutze einer geregelten Verwaltung und erfuhren die Wohl-
alZ Te\ 9e°JÖ”eten ®efc^ebung und Rechtsprechung. Unter dem Schutze der
Gesetze sonnten arbeit und Verkehr gedeihen. - Such die fernsten Länder wurden durch
Römerherrfchaft zu regem Leben erweckt und gelangten zu höherer Gesittung Da
neue„Tf ^fmann ins Land und machte die Barbaren mit tausend
n u n Dingen bekannt, welche das Leben verschönen. Dann kamen römische Bauleute-
heute T°l.-"h°b-u UnÖ BrMen' ^U,ir UnÖ w°"°-l°»uug-u, d-reu Neste sich bi-
Die Reichshauptstadt. Der Mittelpunkt der ganzen damals bekannten Welt
wurde die Hauptstadt Rom. Ruf dem Forum stand der goldene Meilenzeiger, von
em aus die Wegstrecken nach allen Himmelsrichtungen gerechnet wurden. (Eine
Strecke von 1000 (mille) Doppelschritten hieß eine Meile. Rom lebte auf Kosten
es Reiches; hierher wurde unaufhörlich Kriegsbeute gebracht und strömten jahraus
jahrein die Steuern aus aller Welt.
Innere Schäden.
mannigfachen Gegensätze innerhalb -er Bevölkerung. Dem glänzenden
Bilde des Romerretches fehlten aber auch die tiefen Schatten nicht. Die Bevölkerung
s Elches war durch mannigfaltige Gegensätze zersplittert. Zwar die alte