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Söldner wurden einzeln niedergehauen, und der anfäng¬
liche Sieg der Holsteiner verwandelte sich in eine völlige
Niederlage. Freilich waren von den Dithmarschen 1700
Mann gefallen und ihre Freiheit war teuer erkauft mit
dem Blute dieser Tapferen; aber viel größer war die Zahl
der erschlagenen Feinde. Große Beute fiel in die Hände
der Bauern, die in ihrem frommen Sinn gelobten, von
derselben nicht nur die Wöhrdener Kirche schöner wieder
aufzubauen, sondern auch zu Marne ein Kloster zu gründen
zu Ehren der Jungfrau Maria, die ihnen, wie sie glaubten,
diesen Sieg geschenkt hatte.
Durch die Vermittelung des Erzbischofs von Bremen kam
nach dieser Fehde ein Friede zwischen den streitenden Par¬
teien zustande. In demselben wurde den Dithmarschen ihre
Freiheit gewährleistet, jedoch unbeschadet der Hoheitsrechte
des Bremer Erzstifts; auch sollten die beiden festen Schlösser
Haneran und Tielenburg, die die Holsteiner an der Grenze
des Landes errichtet hatten, stehen bleiben. Die Bauern
gingen auf diese Bedingungen ein; denn so gern sie auch
die Burgen gebrochen hätten, sie waren vorläufig zufrieden
mit dem Erreichten und waren selbst zu sehr geschwächt,
als daß sie einen neuen Kampf hätten beginnen können.
Nach dieser Fehde erfreute sich das Land einer längeren
Friedenszeit. Die Wunden, die ihm der Krieg geschlagen
hatte, wurden geheilt und die Dithmarschen konnten sich
in ungestörter Ruhe wieder den Geschäften des Friedens
widmen. Wie sehr aber durch die siegreichen Fehden mit
den Grafen von Holstein das Ansehen des tapferen Bauern¬
volkes gestiegen war, geht daraus hervor, daß die mächtigen
Handelsstädte Hamburg und Lübeck sich um seine Freund¬
schaft bewarben und Handelsverträge mit ihm abschlössen.
Die Dithmarschen entsagten dem Seeraub und verzichteten
auf das Strandrecht, verpflichteten sich vielmehr, das Strand¬
gut zu bergen und gegen eine billige Entschädigung dem
rechtmäßigen Eigentümer wieder auszuliefern; die Hanse¬
städte dagegen versprachen, die Jahrmärkte im Lande, deren
in den größeren Orten mehrere eingerichtet wurden, mit
ihren Waren zu beschicken und auf diese Weise den Ein-