Full text: Leitfaden zum ersten Unterricht in alter Geschichte

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bie Chinesen, schon frühzeitig eine hohe Entwickelung erreicht, ohne 
jeboch bei ihrer Abgeschlossenheit einen Einfluß auf bas Leben ber 
übrigen Kulturvölker auszuüben. Die eigentlich weltgeschichtlichen 
Völker gehören ber kaukasischen Rasse an; sie haben ben Drang 
in bie Ferne, sinb rastlos thätig unb zeigen ein unablässiges 
Streben nach Freiheit unb Herrschaft. Ihre Heimat sinb bie 
Länber mit gemäßigtem Klima, von benen ans sie in ben übrigen 
Zonen Eroberungen machen. 
3. Die Lebensweise ber Menschen warb vornehmlich burch 
bie Beschaffenheit bes Lanbes bebingt, in welchem bieselben ihre Wohnsitze 
hatten. Die Bewohner ber Küstenlänber ernährten sich hauptsächlich 
von ber Fischerei, währenb bie Bergvölker ihren Unterhalt aus ber 
Jagb gewannen, bie Besitzer grasreicher Ebenen bagegen Viehzucht 
trieben. Da bie Hirtenvölker (Nomaben) wegen ihrer Herben bie 
Weibeplätze wechseln mußten, so führten sie ein Wanberleben 
unb waren in Stämme geteilt, an beren Spitze Häuptlinge stauben 
(patriarchalisches Leben). Georbnete Staaten entstauben erst burch 
dm Ackerbau, weil bieser bie Menschen seßhaft machte. Das war 
aber am besten in ben von großen Flüssen burchströmten Ebenen mög¬ 
lich, zumal wenn eine vielgeglieberte Meeresküste neben bem Tansch- 
hanbel im Binnenlanbe auch bas Seewesen förberte. Solche Sitze 
kultivierter Völker würben in Asien: China, bie Länber am gelben 
unb blauen Flusse; Vor ber inbien mit bem Jnbus unb Ganges; 
das Stufenlanb bes Euphrat unb Tigris; in Afrika bie Län¬ 
ber am Nil; in Europa bie griechische unb italische Halbinsel. 
4. Man teilt bie Weltgeschichte in bie Geschichte bes Altertums, 
bes Mittelalters unb ber Neuzeit. 
Das Altertum stnbet seinen Abschluß mit bem Emporwachsen 
des Christentums zur römischen Staatsreligion unter Konstantin 
bem Großen 325 n. Chr. unb umfaßt: 
I. Die Geschichte ber morgenlänbischen Völker, zu benen bie 
Aegypter, Phönicier, Israeliten, Babylonier unb Assyrier, Jnber, 
Meber unb Perser gehören; 
II. Die Geschichte ber Griechen; 
III. Die Geschichte ber Römer. 
5. Die Geschichte bes Altertums beginnt mit bem Leben unb 
ben Thaten ber im Morgenlanbe (Orient) wohnenben Völker. 
Die Religion ber Orientalen war meist eine Verehrung ber in
	        
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