Volltext: Lehrstoff der Klassen V und IV (Ausg. B, Teil 1)

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Durch größere Bodenfeuchtigkeit werden Sümpfe und Moore hervor- 
gerufen. In den Sümpfen findet alljährlich eine vollständige Verwesung 
der Pflanzendecke statt, während bei den Mooren ein größerer oder 
geringerer Teil derselben in der Form von brennbarer Torfmasse 
erhalten bleibt. Die brennbare Schicht ist in den eigentlichen Torf- 
mooren dick geworden und liefert ein brauchbares Feuerungsmittel. 
An der Seeküste und an den Ufern der Flüsse, soweit die Flut 
hinaufreicht, lagert das Meer oft Schwemmland von großer Frucht- 
barkeit ab. Dadurch entstehen die Marschen. 
Das höher gelegene magere Sandland bezeichnet man im Gegen- 
satze zur fruchtbaren Marsch als Geest. 
C. Die Lebewesen. 
17) Die Lebewesen, d. h. Tiere und Pflanzen, verteilen sich über 
die ganze Erde, von den heißen Äquatorgegenden bis in die ewig 
beeisten Polargebiete, von der Tiefe des Weltmeeres bis zu dem 
Gletschereise der Hochgebirge. Natürlich ist die Zahl der Arten ver- 
schieden; man kann als Gesetz aufstellen, daß die Fülle und die 
Pracht der Lebewesen von dem Äquator nach den Polen einerseits, 
und von der Tiefe nach der Höhe andererseits beständig abnehmen. 
Einzelne Pflanzen, wie die Getreidearten und die Kartoffel, und 
einzelne Tiere hat der Mensch allgemein verbreitet. Man spricht 
deswegen von Kulturpflanzen und Haustiere». 
18) Die Menschen können sich überall auf der Erde erhalten. 
Ihre Anzahl schätzt man auf mehr als 11/2 Milliarden (eine 
Milliarde — tausend Millionen). Sie werden in folgende Hauptrassen 
eingeteilt: 
1. die mittelländische Rasse, in Asien, Afrika, Amerika, auf dem 
Festlande von Australien und in Europa. Die Hautfarbe ist 
weiß, gelblich oder bräunlich. Diese Rasse besitzt die größte 
geistige Bildung. 
2. die Mongolen und mongolenähnlichen Völker, im Osten und 
im Norden Asiens, sowie in den Polargegenden. Die Farbe 
ist weizengelb oder schmutzigbraun, die Backenknochen vorstehend, 
die Augen geschlitzt, das pechschwarze Haar meistens straff. 
3. die Amerikaner, die Urbevölkerung Nordamerikas und Süd- 
amerikas, von rötlicher oder kupferbrauner Farbe, mit straffem, 
schwarzem Haar und vortretenden Backenknochen. 
4. die Neger, in Afrika südlich der Sahara, mit krausem Haar, 
schwarzer Farbe, wulstigen Lippen und vortretendem Oberkiefer.
	        
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