Full text: Die Lande Braunschweig und Hannover

2Z6 Das VII» Buch, von Italien. 
Der z. Abschnitt. 
Don dem Rönigreiche Torsika. 
Ob man gleich verschiedene Charten von Corsita hat: 
So sind wir dennoch bey der Generalcharte geblieben. Ih¬ 
ren Nahmen soll diese Insel von Corsa Bubulca, einer Welbs- 
persohn ans Ligurien bekommen haben. Sie liegt zwischen 
Sardinien und dem GrosherzogthumeToscana auf dem mit¬ 
telländischen Meere, und ist 2;. Merlen lang, und 12. Meilen 
breit, wein, Gecrafd, allerhand Obst, Pferde, Fische, 
-Holz und einige Metalle sind daselbst zu finden, ingleichen 
warme und kalte Bader und Sauerbrunnen. Zu merken 
har man: 
1. BONIFACIO, Lat. Bonifacium, ein schönes und ve¬ 
stes Handelsstadtgen mit einem Hafen. 
2. CAMPO LORO, war die Residenz des König The¬ 
odors. 
3. SARTENI, ein geringer Ort, allwo König Theodor 
1736. den Orden der Erlösung gestiftet hat. 
4. ADIAZZO, Lat. Adiacium, eine gute Handelsstadt mit 
einem Hafen und Bischoffe. 
5. CORTE, Lat. Curia, eine grose und schöne Stadt, all¬ 
wo ein Bischof ist. 
6. ACCIA, eine zwar verwüstete Stadt, aber dennoch 
öer Sitz eines Bischofs. 
7. ÁLERIA, ein Stüdtgen mit einem Hafen. Hier stieg 
der Baron Theodor zuerst ans Land. 
8. CALVI, eine ziemliche Stadt mit einem Bischoffe. 
* 9. BASTIA, eine veste Stadt mit einem guten Hafen. 
Hier halt sich der Gouverneur und ein Bischof auf. 
io. FIORENZO, ein vestcr Hafen, und BiGUGLIA, 
ein geringer Ort, in dessen Gegend die Franzosen 1738« 
Schläge bekommen haben. 
Die Torsen sind zwar gute Soldaten, allein sie sind auch 
rachgierig und aufrührisch, welches sie absonderlich in den je¬ 
tzigen Zeiten bewiesen haben. Seit 1132. gehört diese Insel 
als ein Königreich der Republik Genua, welche alle 2. Jahre 
einen neuen Gouverneur dahin sendet. Allein die Eorscn 
find fast niemals mit diesem Regimenté zufrieden gewesen, 
wie die öfters erregten Unruhen bezeugen. Die letztere dau¬ 
ert schon seit 1730. Sie haben sich i?z6. den Baron Theo-
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.