nach Rom sperrte, nicht auch in das Bündniss aufgenommen
hätten. Dem ungestümen Drängen nachgebend überliessen sie
daher diesem in einem Vertrage zu Misenum in Campanien
die Inseln Sicilien, Sardinien und Corsica nebst der Provinz
Achaja, wogegen er den freien Seeverkehr nach Italien ge¬
statten und der Hauptstadt ein bestimmtes Mass Getreide
liefern musste. Allen flüchtigen oder verbannten Republika¬
nern, aus denen hauptsächlich der Anhang des Sextus Pom-
pejus bestand, wurde die Amnestie gewährt, von der nur die
Mörder Caesars ausgeschlossen wurden.
3. Der sicilische Krieg gegen Sextus Pompejus,
38 — 36. Bald brach Octavian den ihm widerwillig abgezwun¬
genen Frieden mit Pompejus. Dieser behauptete sich mit seiner
Flotte zwar anfangs glücklich zur See; als aber der tüchtige
M. Yipsanius Agrippa den Befehl über die Flotte des
Octavian übernahm, wurde er bei Mylae und bald darauf
bei Naulochus unweit Messana vollständig besiegt, 36. Ver¬
gebens floh er mit dem Reste seines Heeres nach Asien, um
sich dem Antonius in die Arme zu werfen; er wurde in Milet
auf dessen Befehl getödtet, 35. Aus dem Sturze des Pom¬
pejus suchte auch Lepidus Vortheil zu ziehen. Dieser war
schon vor der Schlacht bei Naulochus auf Sicilien gelandet
und beanspruchte jetzt, auf sein starkes Heer gestützt, die
herrenlose Provinz. Aber Octavian wusste die Truppen des
Lepidus an sich zu ziehen, so dass er von allen verlassen
im Trauergewande nur um Schonung seines Lebens flehete,
verwies den ohne Schwertstreich besiegten Gegner nach Cir-
ceji und verlieh ihm die Würde eines Pontifex maximus, die
er bis zu seinem Tode (13) bekleidete. Der letzte Rest der
Republikaner war im sicilischen Kriege niedergeworfen. Jetzt
handelte es sich nur darum, ob Octavian oder Antonius in
dem langwierigen Kriegsdrama endlich Sieger sein würde.
4. Der vierte Bürgerkrieg oder der Krieg zwi¬
schen Antonius und Octavian. Schlacht bei Actium,
31; Einnahme Alexandriens, 30. Nachdem Octavian seine
Legionen in einem Kriege gegen die Pannonier und Dalmatier
(35—34) geübt und mit der Beute die Hauptstadt verschönert