Von Alexander bis auf August. 21 
Itzt maßen sich Pyrrhus von Epirus und Lysi, 
machuS von Thracien und Vörderasien, die Regie¬ 
rung von Makedonien an. Der letztere verbindet es mir sei¬ 
nem früher besessenen Reiche; allein schon 232 bleibt er im 
Kampfe gegen Seleukus Nikator von Syrien, der den 
Titel eines Königs von Makedonien annimmt, und 
den das Glück zur Vereinigung der europäischen und asiatl- 
schen Länder der makedonischen Monarchie bestimmt zu haben 
scheint. Doch auch er soll den Thron von Makedonien 
nicht ruhig besitzen; der mit dem ältesten ermordeten Sohne 
des Lysimachus verschwägerte und durch seine Stiefmutter Be- 
renice aus Aegypten verdrängte Pro lemäu6 Ceraunus, 
der selbst bet dem Seleukus Schutz gesucht und gefunden hat¬ 
te, ermordet 231 den bejahrten Sieger Asiens, und be¬ 
steigt durch die Ueberreste der Armee des Lysimachus und 
durch die erbeuteten Schatze des Seleukus den makedoni¬ 
schen Thron. So hatten bis itzt in Makedonien beinahe 
alle Familien der ehemaligen Statthalter des Alexander in 
der Negierung gewechselt. 
Das ernste Schicksal duldete aber auch diesen Ptolemäus 
nicht lange auf dem mir Blut gefärbten Throne. Zwei 
Jahre nach Erlangung seiner Würde (279) blieb er gegen 
die eindringenden Gallier, die in drei wiederholten 
Zügen nicht blos Makedonien, sondern ganz Griechenland 
bedrohten. Der erste Zug unter C a m b a u l e s *) ging nur 
bis Thrakien, weil er nicht stark genug war. Der zweite 
in drei Haufen gegen Thrakien unter Ceretrius, gegen 
Päonien unter Brennus und AcichoriuS, und unter 
Bel, 
*) Hcerens Handbuch der Staaten re. S- 342 f. 
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