iZ2 Siebenter Zeitraum.
welche Zum Glück, zur Ruhe und selbst in das Himmel¬
reich führen." Und in Bilder und Beispiele kleidete
er seine Lehren ein, um sie dem Volke angenehm zu ma¬
chen. Und wirklich fand er eine Menge von Anhängern.
Er gab seinen Zeitgenossen eine Anweisung, wie sie be¬
ten und was sie von Gott erbitten sollten, in dem herrli¬
chen Gebet: Vater Unser, das noch jetzt unter den
Christen üblich ist. Wenn ihr einmal alter und verstän¬
diger seyd, dann werdet ihr einsehen, daß dieses Gebet
die würdigste, feierlichste Unterredung mit unserm gro¬
ßen Wohlthater, dem allbarmherzigen Schöpfer und
Erhalter des Weltalls ist. Trotz seines hohen Werthes
aber verfolgten ihn die Pharisäer, (eine Zunft von
Heuchlern, die sich das Ansehen von Gelehrsamkeit und
Frömmigkeit gab), machten es ihm zum Vorwurf, daß
er Gott seinen Vater, und sich den Sohn desselben nann¬
te. Täglich, stündlich mehrte sich die Zahl seiner Fein¬
de, und der Rath in Jerusalem setzte einen Preis auf
seinen Kopf. Jetzt sprach Jesus selbst oft von seinem
Ende und bat seine Freunde, auf Leiden und Verfol¬
gungen sich vorzubereiten, wie er es selbst that, denn
er war entschlossen, dem Tode um des Guten willen
als ein Mann entgegen zu gehen. Und so begab er sich
furchtlos nach Jerusalem, wo seine Feinde, wie ihm
bekannt war, auf ihn warteten. Er betrug sich hier
würdevoll, lehrte am Tage, und zog sich des Abends
nach dem nahen Flecken Bethania zurück, wo er sei¬
nen Freunden seinen Tod vorhersagte und ihnen Ge¬
duld, Frömmigkeit und Glauben empfahl. Am Tage
und in Jerusalem schützte ihn die Menge seiner Anhän¬
ger; aber eines Abends, als er in einem, nur seinen
Schülern bekannten, Hause in Jerusalem das Oster-