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König Wilhelm (geb. den 27. Sept. 1781),
mit dem Wahlspruch: „Furchtlos und treu!"
König Wilhelm bewies gleich im Anfang seiner
Negierung, wie sehr ihm das Wohl seines Landes am
Herzen liege, indem er manche lästige Verordnungen
aufhob und das Landvolk von dem äußerst drückenden
Wildschaden und den Jagdfrohnen befreite.
Als Württemberg vom Jahr 1816 aus 17 von einer
fürchterlichen Hungersnoth heimgesucht wurde, zeichnete
sich besonders die Königin Katharina als edle Men-
schcnfreundin und Wohlthätexin der Armen aus. Nach
dem Tode Katharinas 1819, welche auf dem Rothenberg
begraben liegt, vermählte sich König Wilhelm 1820 mit
der gegenwärtigen Königin Pauline, Tochter des^ ver¬
ewigten Herzogs Ludwig von Württemberg.
Zm Jahr 1819 gab König Wilhelm dem Volke eine
den Verhältnissen und Bedürfnissen angemessene Ver¬
fassung; Württemberg wurde in 4 Kreise eingetheilt, die
Verwaltung sowohl des Staates, als der Gemeinde in
allen Zweigen zweckmäßig geordnet und auf jede mögliche
Weise für das geistige und leibliche Wohl des Landes gesorgt.
Die Liebe und Anhänglichkeit der Württemberger
gegen ihr angestammtes Fürstenhaus hat sich bei der Feier
des fünfundzwanzigjährigen Negierungsjubiläums unseres
Königs, im Herbst 1841, und wieder aus Anlaß der
Vermählung unseres Kronprinzen Karl (geboren den
6. März 1823) mit der russischen Großfürstin Olga,
im Jahr 1846, unzweideutig an den Tag gelegt.
Möchte unser Vaterland auch ferner iminer schöner
aufblühen, und das Sprichwort nicht zu Schanden
werden: Hie gut Württemberg allewege!