Einleitung.
3n den frühesten Zeiten war das Land, welches jetzt
Württemberg heißt, von den Markomannen, einem
deutschen Grenzvolk, bewohnt. Als aber die Römer
um die Zeit von Christi Geburt über den Rhein vor¬
drangen, hielten jene sich nicht mehr für sicher und wan¬
derten nach Böhmen aus. In das verlassene Land —
nun römische Besitzung — wanderten Römer und Gallier
ein, welche dasselbe auf eine nicht geringe Stufe der
Kultur brachten. Bedeutende Niederlassungen der Römer
waren Nottenburg, Rottweil, Köngen, Canstatt, Marbach
u. s. w. Sie trieben auch Schifffahrt auf dem Neckar
und der Donau und hinterließen viele größere und
kleinere Denkmäler, z. B. Heerstraßen, Bäder, Thürme,
Altäre, Münzen.
Im dritten Jahrhundert nach Christus erschienen die
Alemannen (wiederum ein deutscher Völkerbund, zu
dem besonders die Sueven oder Schwaben gehörten) in
unsern Gegenden, warfen die Römer über den Rhein
zurück und nahmen das Land in Besitz. Später gründete
der Frankenkönig Chlodwig im nördlichen Theil des
heutigen Frankreichs ein neues großes Reich und unterwarf
auch die Alemannen durch die Schlacht bei.Zülpich (496).