Erzählungen. b'J
Und alles das ohn' Argelist.
Denn auch den Abendstern,
Und was noch höher droben ist,
Lobt' er und pries er gern;
Sang auch, nach alter Melodie,
Der frommen Kinder Glück;
.Von ihm rief eine Mutter nie
Das Töchterlein zurück.
So wurden seine Locken weiß,
Die Stimme schwach; und doch
Schloß um den alten einen Kreis
Des Dorfes Jugend noch.
Er aber dacht in seinem Sinn:
„Sey klug, und schweige nun;
Gieb andern deine Lieder hin;
Die Laute, laß sie ruhn!"
So dachte nicht der Schulz; er wollt'
Ein stattlich Fest begehn,
War lange schon dem Sänger hold,
Und ging, und bat ihn schon:
„Frisch auf! noch hangt die Laute hier;
Wo blieb der frohe Muth?
Komm, Lieber, komm, und singe mir;
Ich weiß, du meinst es gut."
Gottlob! sprach jener! gut gemeint
Hab ichs mein Leben lang;
Drum bet ich jetzt für meinen Freund;
Und das ist mein Gesang!
I. G. Jakobi.
28. Die seltsamen Menschen.
Ein Mann der in der Welt sich trefflich umgesehn,
Kam endlich heim von seiner Reise.
Die Freunde liefen schaarenweise,