Metadata: Vorschule der Geschichte Europas

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und Böhmen ein, und begann so den ewig denkwürdi¬ 
gen siebenjährigen Krieg, in welchem er sich durch seine 
großen und bewunderungswürdigen Heldenthaten unsterb¬ 
lich gemacht hat. Nachdem er sogleich^ im Anfang die 
Schlacht von Lowositz und die noch größere von Prag 
gegen die östreichischen Heere gewonnen, in welcher letz¬ 
teren sein Feldmarschall Schwerin den Heldentod fand, 
und durch welche er sich schnell in den Besitz von Sach¬ 
sen und Böhmen gesetzt hatte, so nahm es bald nach 
diesem glücklichen Anfang eine rasche Wendung zu seiner 
größten Bedrängniß, denn nun erfolgte die Schlacht 
bei Kollin, im Juni 1757, in welcher Friedrich eine so 
große Niederlage erlitt, daß er die Früchte seiner frü¬ 
heren Siege gänzlich verlor; und als er nun aus Böh¬ 
men wieder zurückweichen mußte, da sah er sich zugleich 
von einer Welt von Feinden umringt, da die anderen 
Machte indeß zur Theilnahme an diesem Kriege geschrit¬ 
ten waren: von Westen her waren die französischen Heere 
in Deutschland eingerückt, und hatten sich mit den deut¬ 
schen Reichstruppen gegen ihn vereinigt, von Osten her 
waren die Kriegsheere der Kaiserin Elisabeth in Preußen 
eingezogen, und näherten sich nach mehreren Siegen über 
seine Feldherren sogar seiner Hauptstadt, und auf Eli¬ 
sabeths Antrieb'hatten auch die Schweden das Schwerdt 
gegen ihn ergriffen und waren in Pommern eingedrun¬ 
gen. So war jetzt Friedrich von allen Seiten mit Fein¬ 
den umgeben, und niemand hätte noch Rettung für ihn 
erwartet; aber da gerade zeigte sich seine alles überra¬ 
gende Heldengröße in der Art, wie er sich selbst rettete. 
Mit Blitzeseil zog er, indem er gegen Oestreich nur einen 
kleinen Haufen zurückließ, nach Thüringen und traf das 
französisch-deutsche Heer bei Roßbach, wo er seine ruhm¬ 
reichste Schlacht lieferte, die Schlacht bei Roßbach, im 
Novbr. 1757, wo das feindliche Heer in großem Schrek- 
ken vor ihm auseinanderlief und ganz vernichtet wurde. 
Eben so schnell wandte er sich daun wieder nach Schle¬ 
sien zurück, von wo die Oesrreicher nach Berlin vorzu¬ 
rücken drohten, und erfocht in demselben Monat wieder 
einen eben so herrlichen Sieg bei Leuthen, nach welchem 
die Oestreicher nach Böhmen zurückflohen. Und im fol¬ 
genden Jahr, nach mancher anderen Kriegsbegebenheit, 
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