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42. Gewoͤhne Dich an Ordnung und Reinlichkeit.
Franz war ein guter Knabe, der nur den Fehler
an sich hatte, daß er sehr unordentlich war.
Eines Tages hatte der Vater ihm und seinen Ge⸗
schwistern versprochen, mit ihnen eine Ausfahrt nach
ellem nahgelegenen Dorfe zu machen. Alle hatten sich
sehr darauf gefreut, besonders Franz, und als der
Wagen vor der Thuͤre stand und der Kutscher mit der
Peitsche knallte, waren alle Kinder bereit und standen
nett und reinlich angezogen um den Vater her. Der
erschrak aber nicht wenig, als endlich auch Franz her—
bei kam und er den unordentlichen Anzug dieses Knaben
gewahr wurde. Weder Gesicht noch Haͤnde waren
ordentlich gewaschen; der weiße Kragen, den die Mut—
ter ihm erst am Morgen gegeben hatte, war ganz
zerknillt und voller Obstflecke, in dem Rocke fehlten
mehrere Knoͤpfe und in den Beinkleidern waren große
Loͤcher.
Da es dem Vater unmoͤglich war, ihn in diesem
Zustande mitzunehmen, und der zweite Anzug, den
Franz hatte, sich gerade beim Schneider befand, weil
er ihn am vorigen Tage ganz zerrissen hatte, so mußte
Franz es sich gefallen lassen, allein zu Hause zu bleiben,
waͤhrend die Bruͤder mit dem Vater lustig davon fuhren
und einen vergnuͤgten Nachmittag hatten.
Seit diefer Zeit soll Franz sich gebessert und sich
mehr an Ordnung und Reinlichkeit gewoͤhnt haben.
Hübsch ordentlich, huͤbsch ordentlich,
Will ich als Kind schoͤn seyn;
So wird sich Jeder uͤber mich
Und meine Sachen freuen.
13. Der