Full text: Der kleine Kinderfreund

Dritte Abteilung 
S47. Wie ist's so schön i 
te ist^s so schön auf Erden, 
Wie ist der Wald so grün, 
Wie prächtig, wenn im Garten 
Die Llumen alle blühn, 
Und rings die Vögel fingen 
Fast ohne Unterlaß, 
Und wir dazwischen springen 
2m hohen, weichen Gras! 
2. Da denk' ich, wenn auf Erden 
Lo viel nns mag erfreun, 
Wie muß es erst dort oben Und stets die Lonne scheint. 
Einmal im Himmel sein, Und alles zauchzt und jubelt, 
Wo lauter Engel singen, Und keine Lcele weint. 
S48. Dort und Stadt. 
1. Da draußen liegt das Gehöfte eines Landmanns. 
Er hat sich dort mitten im Felde angebaut, weil die 
Acker, Wiesen und Weiden rings umher sein Eigentum 
sind. Nun kann er seine Ländereien in kürzerer Zeit 
bearbeiten; seine Pferde und Ochsen können mit frischer 
Kraft ans Werk gehen und brauchen nicht erst lange 
Wege zu machen, ehe sie an ihre Arbeit kommen. 
Mitten im Walde liegt das Försterhaus. Von hier 
aus kann der Förster den Wald am besten pflegen und 
bewahren, die Holzhauer beaufsichtigen, die Wilddiebe 
verjagen. Wie übel würde es um den Wald stehen, 
wenn der Förster mit seiner Flinte immer erst aus der 
Stadt herzu kommen müßte! 
So giebt es noch andere Menschen, die genötigt sind, 
für sich allein zu wohnen. Aber wie geht es diesen Leu¬ 
ten in der Einsamkeit, wenn sie von einer bösen Krank¬ 
heit Überfällen werden? Der Arzt ist fern, die Not ist 
groß. Wenn Hülfe kommt, so ist es vielleicht schon zu 
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