Full text: Der kleine Kinderfreund

Zweite Abteilung. 
o©. Die vier Jahreszeiten. 
rühlingszeit, schönste Zeit, die uns 
TD Gott der Herr verleiht, weckt die Blüm- 
lein aus der Erde, Gras und Kräuter 
> für die Herde, läßt die jungen Lämmer springen, 
läßt die lieben Vöglein singen. Menschen, eures 
Gottes denkt, der euch solchen Frühling schenkt! 
2. Sommerzeit, heiße Zeit! Sonne brennt 
wohl weit und breit; aber Gott schickt milden Re¬ 
gen, schüttet alles, Feld voll Segen, schenkt dem 
Landmann volle Ähren, Brot genug, uns all' zu 
nähren. Menschen, merkt es, Gott ist gut, daß er so im 
Sommer thut! 
3. Herbsteszeit, reiche Zeit! Gott hat Segen ausgestreut, 
daß sich alle Bäume neigen von den fruchtbeladnen Zweigen; 
schaut nun her mit Vaterblicken, wie sich alle dran erquicken. 
Menschen, nehmt die Gaben gern, aber ehret auch den Herrn! 
4. Winter zeit, kalte Zeit! Aber Gott schenkt warmes Kleid; 
dichten Schnee der kahlen Erde, warmes Wollenfell der Herde, 
Federn weich den Vögelscharen, daß sie keine Not erfahren; 
Menschen, Haus und Herd auch euch. Lobt ihn, der so gnadenreich! 
97. Von den Jahreszeiten. 
1. Der Schnee schmilzt, die Tage werden länger, laue Lüfte 
wehen, die Saaten auf den Feldern grünen, auf Wiesen und in 
Gärten zeigen sich die Blumen; Schwalben und Störche kehren 
in ihre Nester zurück, Mücken und Bienen fliegen summend umher, 
die Frösche quaken, die Lerchen erheben sich trillernd in die reine 
blaue Luft; in Gebüschen singen die Nachtigallen, warmer Regen 
traust auf die Fluren hernieder, — der Frühling ist da, und 
neues, frisches Leben regt sich überall in Gottes schöner Welt! 
Der Frühling beginnt mit dem 21. März und währt durch 
drei Monate: April, Mai und Juni, von Ostern bis Johannis.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.