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von den Kaiserlichen erstürmt, ausgeplündert und bis auf den Dom 
und wenige Fischerhütten ein Raub der Flammen geworden. 
Sieg über die kaiserlichen Heere. Nach Magdeburgs 
Fall zog Tilly nach Sachsen, um den Kurfürsten zu einem 
Bündnis mit dem Kaiser Zu zwingen. Dieser verbündete sich aber 
mit den Schweden und zog gemeinsam mit ihnen gegen Tilly, der 
bei Breitenfeld in der Nähe von Leipzig ein festes Lager inne hatte. 
Hier erfochten die Schweden einen glänzenden Sieg. Die katholische 
Macht war niedergeworfen, und die Protestanten jubelten dem sieg¬ 
reichen Könige zu, der im Triumph durch Thüringen, Franken und 
am Rhein entlang zog und Tilly beim Übergang über den Lech 
abermals besiegte. Tilly wurde schwer verwundet und starb bald 
daraus. Gustav Adolf zog nun in München ein, und man fürchtete 
ein weiteres Vordringen in die kaiserlichen Lande. 
Zweites Auftreten Wallenfteins. Der Kaiser war in der 
größten Not. Er konnte den Schweden kein Heer entgegenstellen 
und wandte sich abermals an Wallenstein. Nach vielen Bitten ließ 
dieser wieder die Werbetrommeln rühren und brachte in kurzer Zeit 
40 000 Mann zusammen, über die er mit unumschränkter Macht 
herrschte. Bald hatte er das Böhmer Land von den Sachsen gesäubert und 
sich mit Maximilian von Bayern vereinigt. Vergebens suchte Gustav 
Adolf Wallensteins festes Lager bei Nürnberg einzunehmen und ihn 
zur Schlacht zu reizen. In der Hoffnung, seinen Gegner nach sich 
zu ziehen, wandte sich der Schwedenkönig der Donau zu; aber Wallen¬ 
stein rückte nach Sachsen vor, um hier mit seinen Truppen den Winter 
zu verbringen. 
Gustav Adolfs Tod bei Lützen. Gustav Adolf folgte ihm, 
und bei Lützen kam es am 16. Nov. 1632 zur Schlacht. Der König 
führte selbst die Seinen an; infolge seiner Kurzsichtigkeit geriet er in 
die feindlichen Scharen und wurde getötet. Das ledige Roß brachte 
den Schweden die Kunde vom Tode ihres geliebten Führers. Bern¬ 
hard von Weimar sammelte die Schweden und warf die Kaiserlichen 
zurück. Für die noch unmündige Tochter Gustav Adolfs führte der 
Kanzler Oxenstierna die Regierungsgeschäfte; die Führung des schwe¬ 
dischen Heeres übernahmen Bernhard von Weimar und der schwedische 
General Horn. Beiden gelang es, Regensburg zu erobern, ohne daß 
ihnen Wallenstein entgegengetreten wäre. 
Wallenfteins Ermordung. Wallenstein hatte mit dem Kur¬ 
fürsten von Brandenburg, den Sachsen und den Schweden Unter- 
handlungen zu einem Friedensschluß angeknüpft. Am Wiener Hofe 
hatte man davon Kunde erhalten und beschloß Wallenfteins Absetzung. 
Wallenstein glaubte der Treue seiner Generale und Truppen sicher 
zu sein. Aber in dem Heere mehrte sich die Zahl seiner Feinde. 
Als seine Absetzung bekannt wurde, fielen viele von ihm ab. 
In der Absicht, sich mit den Schweden zu verbünden, ging er mit 
Realienbuch. I 3
	        
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