Homwrt.
Obschon der Verfasser dieses Werkchens nicht gering denkt
von der Geographie im engeren Sinne, der eigentlichen Erd¬
beschreibung, so hält er es doch für völlig imgerechtfertigt, die¬
selbe auf Kosten der mathematischen Geographie über Gebühr zu
bevorzugen, vielmehr erachtet er es für echt menschenwürdig und
Pflicht jedes vernunftbegabten Wesens, den Blick auch von der
Erdscholle zu erheben zu den Lichtern des Himmels und sich
einige Klarheit über deren Wesen und die Beziehungen zu ver¬
schaffen, in welchen sie und unser Erdball zu einander stehen,
sowie über das, was aus diesen Beziehungen an wichtigen Er¬
scheinungen resultiert.
Absicht dieses Büchleins im allgemeinen ists daher, jedem
Freunde der Himmelskunde, dem es bisher nicht vergönnt war,
sich besonderen Studien in der mathematischen Geographie zu
unterziehen, bei dem Bestreben, sich über die Elemente dieser
Wissenschaft zu informieren, eine populäre Handreichung zu bieten.
Der spezielle Zweck, den vorliegende Arbeit verfolgt, ist
dagegen, Lehrern und Seminaristen förderlich zu sein, insbesondere
letzteren die Arbeit zu erleichtern. An Material glaubte der
Verfasser in ihr deshalb so viel niederlegen zu sollen, als ihm für
das Wissensgebiet jedes guten Volksschullehrers unerläßlich erschien,
und bezüglich der Darstellungsform meinte er, die des populären
Lehrvortrags wählen zu müssen, da die Seminaristen nach Vor¬
schrift der „Allgem. Bestimmungen" sich über alle im Unterrichte