behandelten Stoffe in zusammenhängendem Vortrage zu äußern
haben. An geometrischen und physikalischen Kenntnissen wird
nicht mehr vorausgesetzt, als das Seminar nach den „Allgem.
Best." zu vermitteln hat.
Ob es gelingen wird, den dargebotenen Stoff in den
Lehrerbildungs-Anstalten zu bewältigen, wird von den obwalten¬
den Umständen abhängen. Wo es nicht möglich ist, wird die
kundige Hand des Fachlehrers leicht das absolut Notwendige
herauszufinden wissen. Was übrig bleibt, mag dem Privat-
studium, der späteren Fortbildungsarbeit des jungen Lehrers zu¬
gewiesen werden. Daß übrigens das gegebene Zahlenmaterial
nicht in seinem ganzen Umfange gemerkt werden soll und gar
manche Zahlenangabe nur der Orientierung halber Aufnahme
gesunden hat, bedarf wohl kaum der Erwähnung.
Wurde der Verfasser zunächst and) durch den Gedanken,
der Lehrerbildung förderlich zu sein, zu seiner Arbeit veranlaßt,
so bezweifelt er jedoch nicht, daß sich diese auch in Mittel-,
Bürger-, höhern Töchterschulen und ähnlichen Lehranstalten mit
Vorteil wird verwenden lassen.
Da kein Produkt menschlichen Geistes den Stempel der
Vollkommenheit an sich trägt, wird es ja wohl auch der vor¬
liegenden Arbeit nicht an Mängeln und Schwächen fehlen. Den:
Verfasser wird es nie an gutem Willen gebrechen, die bessernde
Hand anzulegen, und daher wird er es auch stets mit Dank
begrüßen, von berufener Seite auf verbesserungsbedürftige Stellen
hingewiesen zu werden.
Schloß Elsterwerda, im Januar 1883.
Merfeld.