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unser Volk vor dem Binbruche fremder Völker zu beschützen. Es handelt 
sich dabei um das Wohl des ganzen Volkes, und darum ist aueh ein 
jeder gesunde und kräftige Mann verpflüchtet, vom 20. Jahre an im Heere 
oder in der Marine dem Vaterlande, wenn nötig selbst mit Aufopferung 
seines Lebens, 2u dienen. Auf Erden hat ja der Mensch kein höheres 
Gut als das Vaterland, und darum ist es aueh unsere Pslieht, in den 
Zeiten der Not alles, was wir haben, für unser Volk und sein Land ein- 
zusetzen. Je kraftiger und mucehtiger dies geschieht, desto gewisser ist 
unserem Volke der Sieg! 
AMuceh ihr, ihr Knaben, werdet einst des Kaisers Rock 
tragen und der Ehbre teilhaftig werden, zu den Verteidigern 
des Vaterlands zu gehören. Sollte alsdann die Stunde kommen, 
in der Deutschlanäd seiner Söhne zu ernstem Kampfe bedarf, 
so werdet aueh ihr eure Pflicht thun und zu siegen helfen für 
den heiligen Boden, auf dem einst unsere Väter gerungen, für 
das grosse Volk, dessen dankbare Kinder vwir sind, für unsern 
Fürsten, unsern Kaiser, der sein Volk zum Glücke führen und 
dessen Grösse erhalten villl 
Mach 0. Pache.) 
202. Der Staat als Förderer der Vohlfahrt. 
Ihr seht eure Eltern und eure Nachbarn jeden Tag tüchtig arbeiten, 
den einen hier, den andern dort. In ganz derselben Weise sind alle 
erwaehsenen Menschen bemüht, sieh die Mittel zu verdienen, deren sie 
zur Erhaltung des Lebens für sieh und die Ihrigen bedürfen. Es liegt 
auf der Hand, dass der gebildete Mensch mehr verdienen wird als der 
unwissende, und es ist bekannt, dals heutigen Tages fast zu jeder 
Arbeit eine grössere oder geringere Kenntnis gebört. Wenn aber ein 
höher gebildetes Volk bei veiner Arbeit mebr und Besseres zu leisten 
vermag, so beßindet es sieh wobler als ein minder gebildetes; und 
das muss aueh dem Staate zum Vorteile gereichen, dessen Reichtum 
und Krast mit dem Vermögen und der Tüchtigkeit seiner Bewohner 
vãchst. Darum ist der Staat bemüht, die Ausbildung des Volkes 
m allen Kenntnissen und Pertigkeiten, die für das Leben notwendig 
sind, zu fördern, und er ordnet deshalb an, dass alle Kinder mindestens 
acht Jahre hinduren die Volksschule besuehen müssen. In Portbildung- 
schulen wird die Ausbildung des heranwachsenden Geschlechts fortgesetzt, 
und zwar geschieht dies in diesen Anstalten mit besonderer Rũcksicht 
auf den Berus, den die jungen Leute erlernen. Die Kenntnisse, welebe die 
Volkssehule dem Menschen giebt, reichen aber für viele verantwortungs-
	        
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