Full text: [Teil 1 = Kl. 8] (Teil 1 = Kl. 8)

6. Das Perlhuhn spricht: 
„Ihr findet nicht 
allhier so etwas Feines 
als wie mein Kleid; sogar der 
Pfau, 
er hat doch keins so grau, so 
grau 
und weiß punktiert wie meines." 
7. Drauf sagt die Ente: 
„Wenn ich nur könnte, 
erlaubtes nur der Vater, 
ich ging aufs Theater. 
Ich geh' so zierlich, 
ich weiß so manierlich 
die Fiißchen zu setzen — 
und wie allerliebst kann ich 
schwätzen!" 
8. Und wie sie also schwatzen 
und schwatzen, 
wacht der Packan auf und reckt 
seine Tatzen 
und murrt 
und knurrt, 
und mit lautem Bellen 
springt er mitten unter die armen 
Gesellen. 
Da flüchten sie fort 
hier und dort 
mit 'Angst und Schrecken 
in.Winkel und Ecken 
und regen sich nicht. 
9. Und der Packan spricht: 
„Dies Gackern und Schnattern 
und Piepsen und Flattern, 
das wird mir zu kraus, 
kein Hund hält das aus! 
Wer hat noch zu mucksen? 
Wer hat noch zu glucksen? 
Wer hat was zu sagen? 
Den krieg' ich beim Kragen, 
den werd' ich bestrafen! 
Jetzt haltet die Schnäbel und laßt 
mich schlafen." 
61. Was gehn den Spitz die Gänse an? 
Von Robert Reinick. 
Märchen-, Lieder- und Geschichtenbuch. 13. Ausl. Bielefeld und Leipzig 1904. S. 126. 
1. Es war einmal ein kleiner Spitz, 
der glaubt’, er wär’ zu allem nütz, 
und kam ihm etwas in die Quer, 
da knurrt’ und brummt’ und bellt’ er sehr. — 
2. Nun wackelt einst von ungefähr 
Frau Gans mit ihrem Mann daher, 
und vor den lieben Eltern wandern 
die Kinderchen, eins nach dem andern; 
Lesebuch für Mittelschulen. I. 4
	        
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