6. Das Perlhuhn spricht:
„Ihr findet nicht
allhier so etwas Feines
als wie mein Kleid; sogar der
Pfau,
er hat doch keins so grau, so
grau
und weiß punktiert wie meines."
7. Drauf sagt die Ente:
„Wenn ich nur könnte,
erlaubtes nur der Vater,
ich ging aufs Theater.
Ich geh' so zierlich,
ich weiß so manierlich
die Fiißchen zu setzen —
und wie allerliebst kann ich
schwätzen!"
8. Und wie sie also schwatzen
und schwatzen,
wacht der Packan auf und reckt
seine Tatzen
und murrt
und knurrt,
und mit lautem Bellen
springt er mitten unter die armen
Gesellen.
Da flüchten sie fort
hier und dort
mit 'Angst und Schrecken
in.Winkel und Ecken
und regen sich nicht.
9. Und der Packan spricht:
„Dies Gackern und Schnattern
und Piepsen und Flattern,
das wird mir zu kraus,
kein Hund hält das aus!
Wer hat noch zu mucksen?
Wer hat noch zu glucksen?
Wer hat was zu sagen?
Den krieg' ich beim Kragen,
den werd' ich bestrafen!
Jetzt haltet die Schnäbel und laßt
mich schlafen."
61. Was gehn den Spitz die Gänse an?
Von Robert Reinick.
Märchen-, Lieder- und Geschichtenbuch. 13. Ausl. Bielefeld und Leipzig 1904. S. 126.
1. Es war einmal ein kleiner Spitz,
der glaubt’, er wär’ zu allem nütz,
und kam ihm etwas in die Quer,
da knurrt’ und brummt’ und bellt’ er sehr. —
2. Nun wackelt einst von ungefähr
Frau Gans mit ihrem Mann daher,
und vor den lieben Eltern wandern
die Kinderchen, eins nach dem andern;
Lesebuch für Mittelschulen. I. 4