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und wie sie um die Ecke biegen,
da schreien alle vor Vergnügen:
„Seht doch die Pfütze da! — Kommt hin!
Wie herrlich muß sich’s schwimmen drin!“
3. Das sieht Herr Spitz und bellt sie an:
„Weg da! Weg da! Nu seht doch an!
Wie könnt ihr euch nur unterstehn,
ins Wasser so hineinzugehn?
Wenn ich nicht wär’ dazu gelaufen,
ihr müßtet jämmerlich ersaufen!“
4. Das macht der alten Gans nicht bange!
Sie zischt ihn an wie eine Schlange.
Da zieht mein Spitz sein Schwänzchen ein
und läßt die Gänse Gänse sein;
doch knurrt er noch im vollen Lauf: —
„Nu, wer versaufen will, versauf’!“-
5. Die Gänschen aber, trotz dem Spitze,
sie schwelgen recht in ihrer Pfütze;
und immer noch aus weiter Fern’
hört bellen man den weisen Herrn. —
Bell’ er, soviel er bellen kann!
Was gehn den Spitz die Gänse an?
62. Der fuchs und die Gans. von Rehmen probte.
Märchen für die Jugend. Halle 1854. 8. 10.
fing einmal ein Fuchs eine Gans und wollte sie eben ver¬
zehren. Da bat sie, daß er ihr doch gestatten möchte, vor
ihrem Ende noch einmal zu tanzen. Der Fuchs dachte: „Das
kann ich ihr wohl gewähren, sie soll mir nachher um so besser
schmecken, wenn ich ihr dabei zugesehen habe."
Als nun die Gans die Erlaubnis hatte, hob sie sich mit
den Füßen mehrmals ein wenig vom Boden auf, machte dabei
auch die Flügel auseinander und begann vor dem Fuchs recht