G eographie Preußens. 27
ben Frauen nebst andern sehr ausgezeichneten Schul¬
anstalten. Merkwürdig ist noch außer der Menge von Fa¬
briken, der Marktplatz mit der Bildsäule Kaisers Otto I.
und der große Packhof. (Eroberung der Stadt im
Jahre 1631.)
Schönebeck, St. an der Elbe mit 5700 Einwoh¬
nern, hat ein großes Salzwerk mit 90 Pfannen, welches
jährlich über 600,000 Ctr. Salz liefert. Die damit verbun¬
dene chemische Fabrik bereitet aus den Abgängen der
Soole Salmiak, Glaubersalz, Magnesia :c.
Kalbe, St. an der Saale, hat 4300 Einw., Vieh¬
markte, Woll- und Zichorienfabriken.
Burg,'St. an der Ihle, welche mitten durchfließt, hat
10,000 Einwohner, viele Tuchfabriken und treibt Tabaks-
und Landbau.
2. Die Altmark.
Stendal, St. an der Uchte mit 6800 Einwohnern,
hat 7 Kirchen, zwei evangelische Frauenklöstcr, ein Gymna¬
sium, Wollen- und Baumwollen-Manufakturen, Wachstuch-
und Tapetenfabriken.
Salzwedel, St. an der Jetze, mit 6000 Einwoh¬
nern, hat Tuch- und Nahnadclfabrikcn.
Gardelegen, St. mit 4300 Einwohnern, .hat Tuch-
und Lederfabriken.
3. Das Fürstcnthum Halberstadt enthält:
Halberstadt, ehemalige Hauptstadt des Fürstenthums,
liegt an der Ho.lzemme und hat 16,000 Einwohner.
Bemerkenswerth sind: der schöne große Dom, das
Schloß, mehrere Kirchen und die Synagoge, eine der
schönsten in Deutschland. Auch sind hier ein Oberlan¬
desgericht, eine Taubstummenanstalt, zweiGymna-
sien, ein Seminar, ein Waisenhaus und eine Ge-
lehrten-Gesellschaft.
Gewerbe: Landbau, Wollenmanufakturen, Strumpf-,
Stärke - und andere Fabriken.
A sch e r s l e b e n, St. an der Eine und W i p p e r, hat
8600 Einwohner, welche Landbau und Viehzucht treiben.
Wollenweberei und Gerberei.
4. Das Fürstenthum Quedlinburg.
Quedlinburg, unweit des Harzes an der Bode
schön liegend, hat ungefähr 12,000 Einwohner. Die Stadt
unregelmäßig und etwas eng gebaut, aus der Alt- und