49. Der Vöglein Abschied.
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Von den größeren Tieren haben einige sich Höhlen gegraben,
und darin legen sie sich jetzt ein weiches Lager zurecht, um den Winter
bequem zu verschlafen;
so der Igel und der
Dachs. Große Vor—
räte von Feldfrüchten
hat sich überdies der
Hamster angelegt, da—
mit er bei seinem Er—
wachen im Frühling
nicht für Nahrung zu sorgen braucht. Die Tiere, die den Winter
über munter bleiben, ziehen im Herbst ein wärmeres Kleid an, damit
auch sie nicht frieren müssen.
Vollauf sind die Menschen jetzt beschäftigt, die Gaben, welche Feld
und Wald bieten, zum Wintervorrat einzusammeln. Der Keller öffnet
sich und nimmt Kartoffeln, Rüben und Kraut auf, und die Scheuer
sitzt bis unter das Dach hinauf voll schwerer Getreidegarben, die nur
auf die Drescher warten. Äpfel, Birnen, Nüsse und Zwetschken wer—
den geerntet, und ein besonderes Fest ist die Traubenlese.
Sind dann auch Vorräte von Holz und Steinkohlen in das Haus
geschafft, dann können die Menschen in warmer Stube und bei guter
Kost getrost den Winter erwarten.
49. (46.) Der Vöglein Abschied.
Wer klappert am Dach, mein Kindlein? horch! horch! Ade,
lieber Bauer! so rufet der Storch. Nun ade denn, du Dorf und ihr
fleißigen Leut', ihr Wiesen, ihr
Sümpfe; wir scheiden ja heut!
Gott segne das Hüttchen, auf dem
wir gewohnt, er laß es von
Feuer und Stürmen verschont!
Wenn lauer im Frühling die Lüfte
dann weh'n, dann giebt es ein
freudiges Wiederseh'n. Ade! Ade!
Vom Bache noch einmal trinkt
Nachtigall schnell. Ade, liebe Flu—
ren! so singet sie hell; ihr habt
mich erquicket mit Speise und
Die Nachtigall. n. G.