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Deutsche Stammesgeschichte, deutsche Kaisergeschichte (Band 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN62098239X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4221373
Title:
Pfeifers Lehrbuch der Geschichte für höhere Lehranstalten
Author:
Bruchmann, Carl
Fleischer, Ernst
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Edition title:
Ausg. G: für Thüringen / bearb. von Carl Bruchmann u. Ernst Fleischer
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Volume

Persistent identifier:
PPN620982691
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-4221386
Title:
Die Hauptereignisse der römischen Kaiserzeit, Deutsche Geschichte bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges
Shelfmark:
HEG-II 49(1,12)-5
Author:
Bruchmann, Carl
Fleischer, Ernst
Volume count:
Teil 5
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks,imperial Germany
Publication year:
1912
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Subtitle:
mit 31 Kartenskizzen und einem kunstgeschichtlichen Anhange von [Paul] Brandt

Title page

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Bilder aus der Geschichte des deutschen Volkes
  • Deutsche Stammesgeschichte, deutsche Kaisergeschichte (Band 1)
  • binder
  • Prepage
  • Title page
  • Vorwort
  • Quellen
  • Erstes Buch. Bilder aus der deutschen Stammesgeschichte
  • Erster Abschnitt. Bilder aus der deutschen Urzeit
  • I. Die Vorzeit. Germanen und Römer
  • II. Altdeutsches Volksleben
  • Zweiter Abschnitt. Bilder aus der Völkerwanderung
  • Dritter Abschnitt. Bilder aus dem Frankenreiche
  • Vierter Abschnitt. Bilder aus dem Karlingischen Weltreiche
  • Zweites Buch. Bilder aus der deutschen Kaisergeschichte
  • Rückblick auf die Kaisergeschichte
  • Anmerkungen
  • Inhalt des I. Bandes
  • Advertising
  • binder

Full text

II. Altdeutsches Volksleben. 6. Familie, Hundertschaft und Volk. 89 
Täuscht aber nicht alles, so war die Verbindung von Königtum und 
Priestertum eine ursprüngliche. Denn wenn die Häuptlingsgewalt in ihren 
Anfängen zurückführt auf die natürliche Hoheit des Geschlechtsältesten, so 
kann die besondere Stellung des Königs und seiner Familie nur anknüpfen 
an die natürliche Hoheit des Ältesten des Urgeschlechtes, des späteren Ältesten 
im ganzen Stamme und Volke. Ist dies der Fall, so wäre das Königs- 
geschlecht zugleich der natürliche Bewahrer der ursprünglichen Familienheilig¬ 
tümer des Volkes gewesen, die nunmehr, zum Stammesheiligtum erweitert, 
die Grundlage der öffentlichen Kulte geworden, und sein Priestertum wäre 
ein durchaus originäres, ein wesentlicher Bestandteil des Königtums überhaupt. 
Allgemein war dieses Königtum einst bei den Germanen vorgeschichtlicher 
Zeit, und darum natürlich erwachsen wie die organischen Bildungen des 
Lichts und der Sonne, uud die Erscheinungen und Beispiele desselben, welche 
wir in geschichtlicher Zeit wesentlich nur noch bei den germanischen Völkern 
des Ostens kennen lernen, waren nicht Grundlagen zukünftig wichtigerer Ge¬ 
bilde, sondern Überlebsel einer reicheren Vergangenheit. Aber auch bei den 
Westgermanen finden sich noch Resterscheinungen früherer königlicher Herrschaft 
vor. Auch läßt sich noch eine begründete Ansicht darüber aufstellen, in welcher 
Weise das alte Königtum bei den Westgermanen zu Grunde gegangen. Die 
Burgunden des vierten Jahrhunderts, ein ostgermanischer Stamm, der seit 
seiner Wanderung an die Rheinufer unter starken westgermanischen Einfluß 
geraten, erscheinen zwar noch von Königen geleitet, aber deren Ansehen leidet 
stark unter dem Emporkommen eines besonderen höchsten Priestertums, und 
die Gefahr droht, daß die königliche Würde von demselben erstickt wird. 
Die Trennung der priesterlichen Funktionen vom Königtum hat aller Wahr¬ 
scheinlichkeit nach im Westen der germanischen Völkermasse zur Beseitigung 
der Königswürde geführt. Doch war das Zeitalter der Einherrschaft mit 
Nichten gänzlich vergeben. Immer wieder in den Gezeiten großer Entwicklung, 
in den Perioden willensbewußten Angriffes und schwieriger Abwehr erwachte 
das Andenken an die einstige Einheit der Führung. Und stand in solcher 
Lage ein Herzog auf unter den Häuptlingen des Volkes, so legten es alte 
Erinnerungen ihm doppelt nahe, seine zeitweiligen Machtbefugnisse wiederum 
dauernd zu gestalten. Es geschah in Versuchen, wie wir sie am frühesten 
bei Brukterern und Cheruskern, bei Markomannen und Hermunduren, später 
an vielen andern Beispielen verfolgen können; die großen Namen Armins 
und Marbods gehören dieser Entwicklung an. Doch niemals erwachte in 
diesen Vorgängen wiederum das alte Königtum priesterlichen Charakters zu 
frischem Leben; das neue Königtum war usurpatorisch, es blieb zunächst 
revolutionärer Natur. Seine Entstehung versuchte man späterhin bei den 
Sachsen dadurch zu vereiteln, daß man den Herzog dem Rate der Häuptlinge 
durch Los, nicht durch Wahl des Tüchtigsten entnahm. Vergebenes Bemühen! 
Der Zug der Zeit ging auf militärische Einheit und Zusammenfassung, seit 
Römer und Germanen sich an Rhein und Donau gegenüberstanden, und 
der Notwendigkeit dieser kriegerischen Zusammenfassung entnahm das neue 
Königtum eine Legitimation seines Wesens und seiner Ansprüche, wie sie ihm 
die frühere, ganz anders geartete Geschichte der Nation niemals hätte ge¬ 
währen können.
	        

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Meyer, Johannes. Deutsche Stammesgeschichte, Deutsche Kaisergeschichte. Gera: Hofmann, 1894. Print.
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