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Titel:
Geschichte des Mittelalters
Personen:
Welter, Theodor Bernhard
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11929854
<br> 284 <br> Kunstsinn und Wissenschaften in ihren neuen Wohnsitzen. Von <br> Italien aus verbreiteten sich die ewig frischen Muster der <br> Vorwelt über die gebildeten Länder Europas und fanden überall <br> bei den Edelsten Anklang. Das durch sie angezündete Licht der <br> Aufklärung erlosch nicht wieder, sondern leuchtete alle folgende <br> Jahrhunderte hindurch fort und fort in stets schönerem Glanze <br> bis auf den heutigen Tag. <br> Kaiser aus dem Hause Besterreich <br> (1437—1806). <br> 76. Albrecht H. Friedrich HI. (IV.) <br> Albrecht II. (1437-1439). — Als der Kaiser Sigis¬ <br> mund im Jahre 1437 ohne männliche Erben gestorben war, <br> folgte in den luxemburgischen Erbstaatcn, Böhmen und Ungarn <br> nebst den dazu gehörigen Ländern, sein Schwiegersohn Al¬ <br> brecht II., Herzog von Oesterreich, dem jetzt auch noch <br> die dritte Krone, die deutsche, von den Kurfürsten gereicht <br> wurde. Von nun au blieb die Kaiserkrone fast ohne Unter¬ <br> brechung bei dem mächtigen Hause Oesterreich bis zur Auslösung <br> des deutschen Reiches im Jahre 1806. — Albrecht war ein <br> biederer und einsichtsvoller Kaiser, der mit fester Hand die <br> Zügel der Regierung führte. Sein Hauptstrcben war auf eine <br> dauerhafte Begründung des Landfriedens gerichtet. Er machte <br> deshalb den Vorschlag, Deutschland in bestimmte Kreise zu thei¬ <br> len und über jeden Kreis einen Hauptmaun zur Handhabung <br> der Ordnung und des Rechtes zu stellen. Allein diesen schönen <br> Plan nahm er mit sich in's Grab. Er starb schon im zweiten <br> Jahre seiner Regierung, auf der Rückkehr von einem Feldzuge ge¬ <br> gen die Türken. Der frühe Tod dieses Kaisers, auf welchen ganz <br> Deutschland seine schönsten Hoffnungen gerichtet hatte, erregte <br> ungewöhnliche Bestürzung und Trauer. — Ihm folgte sein Vetter