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Title:
Grundlage beim Unterricht in der Erdbeschreibung
Persons:
Selten, Friedrich Christian
PURL:
http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-11009202
<br> 104 <br> II. Länderbeschreibung. <br> Hochland, letzteres auf der pyrenäischen und scandinavischen <br> Halbinsel vorherrschend. Hoch-Europa enthalt also folgende <br> Lander: Portugal, Spanien, Italien, Griechenland, die <br> Türkei, Siebenbürgen, Galicien, die Schweiz, Norwegen und <br> Schweden. ZuNieder-Europa gehören Preußen, Holland, <br> Dänemark, Rußland und Polen. Dagegen sind Ungarn, <br> Deutschland, Frankreich, Belgien, Großbritannien, Ireland, <br> Island als solche anzusehen, die nicht wie die erstgenannten <br> Lander einem der beiden Gegensatze ungetheilt angehören, son¬ <br> dern ihrer Bodenhöhe nach theils niedereuropäisch theils hoch¬ <br> europäisch zugleich sind. <br> Die Grenze von Europa bildet in N. das Eismeer, in <br> NW. und W. das atlantische Meer, in S. das mittelländi¬ <br> sche und ageische Meer, welches letztere auch das grie¬ <br> chisch e In se ln m eer, Archipelagus oder Archipel ge¬ <br> nannt wird; in SO. die Dardanellenstraße, das Marmara- <br> Meer, die Straße von Constantinopel, das schwarze Meer, <br> der Kaukasus und das kaspische Meer; in O. die Wasser¬ <br> scheide zwischen den Wolga- und Uralfluß-Gebieten; weiter¬ <br> hin das uralische Gebirge oder der Ural bis zur StraßeWaigaz. <br> Vermöge dieser Grenze liegen das asowsche Meer, der Lauf des <br> Don und der Wolga ganz in Europa, die west-uralischen Län¬ <br> der ebenfalls alle, da man sie sonst auch zu Asien rechnete. <br> Uber Europas Seegewässer (§. 17. 18), Hauptflüsse <br> (§. 36), Landesnatur (§. 39), Hauptgebirge (§.41), Völ¬ <br> ker (§. 31), Einfluß auf die übrigen Erdtheile (§. 11. 29) <br> und Einteilung (§. 11) ist schon oben das Nöthigste vor¬ <br> gekommen. Auch sind in der Übersicht §. 15. ö. die vor¬ <br> züglichsten Halbinseln, Landspitzen und Seestädte und §. 32 <br> die merkwürdigsten Hauptstädte Europas mitgenannt. Unter <br> den in §. 31 nach ihren Sprachen aufgereihten 11 europäi¬ <br> schen Völkerstämmen sind 3 welche den Erdtheil beherrschen, <br> das ist der germanische, der romanische, der slavische. Zum <br> ersten gehören die Engländer, zu dem zweiten die Franzosen, <br> zu dem dritten die Russen, lauter Land- und Seemächte, die <br> nicht nur in Europa das Übergewicht behaupten, sondern die¬ <br> sem kleinen Erdtheil auch die andern 4 Erdtheile untergeord¬ <br> net erhalten. Die andern 8 europäischen (§. 31 genannten) <br> Völker sind in Verhältniß zu den romanischen, germanischen <br> und slavischen unbedeutend, dauern aber doch vermöge ihrer <br> Sprache als besondere Völker unter den machthabenden so <br> lange fort als ihre Sprache nicht ausgestorben ist..