Full text: [Teil 2 (4. und. Schuljahr, [Schülerband]] (Teil 2 (4. und. Schuljahr, [Schülerband])

sie zu Jason, ohne daß ihr Vater es wußte, und brachte ihm den Saft und 
sagte ihm, daß er damit sein Gesicht und seine Hände und Rrme und Beine 
reiben sollte und auch seine Rüstung, seinen Schild, sein Schwert und 
seine Lanze. Dadurch ward er einen ganzen Tag lang noch viel stärker 
als alle die anderen Helden, und das Feuer verbrannte ihn nicht, und 
Lisen verwundete ihn nicht und hieb nicht durch seinen Zchild und seine 
Rüstung; sein Schwert aber und seine Lanz? hieb und stach durch Lisen, 
als ob es Butter wäre. 
Da ward denn ein Tag bestimmt, an dem Jason die Stiere anspannen 
und die Zähne säen sollte. Früh am Morgen, ehe die Sonne aufging, 
kam der Rönig Retes mit seiner Tochter und seinen Hofleuten und setzte 
sich aus seinen Thron bei dem Platze, wo Jason pflügen sollte, und alle 
Leute aus der Stabt kamen heraus, um zu sehen, wie es gehen würde, und 
die Jungen kletterten auf die Bäume, um besser sehen zu können. 
Jason rieb sich und seine Waffen mit dem Safte, wie Medea ihm 
gesagt hatte, und kam auf den Platz. Der Stall, worin die Stiere ein¬ 
gesperrt waren, stand auf dem Platze. Da ward die Tür aufgeschlossen, 
und Jason ging mutig hinein und war gar nicht bange. Lr machte die 
Stiere los von der Rette und faßte jeden mit einer Hand bei einem hörne 
und zog sie heraus. Die Stiere brüllten ganz entsetzlich, und dabei fuhr 
ihnen das Feuer aus dem Maule und der Rase heraus und so viel Rauch, 
als wenn ein Haus brennt. Da freute sich der böse Rönig Retes. Jason 
drückte beide Stiere mit dem Ropfe zur Erde; da schlugen sie mit den 
Hinterfüßen, und Jason drückte so stark, daß sie auf die Rnie fielen. 
Der Pflug, an den sie gespannt werden sollten, war ganz von Lisen. 
Rls die Stiere angespannt waren, faßte Jason die Rette in die eine Hand 
und den Sterz des Pfluges in die andere und ließ die Hörner los; die 
Stiere sprangen auf und wollten wegrennen, aber Jason hielt die Rette 
so fest, daß sie ganz langsam gehen und ordentlich pflügen mußten. Rls 
sie angespannt waren, ging die Sonne auf, und als es Mittag war, hatte 
Jason das ganze Stück Feld umgepflügt. Da nahm er den Stieren das 
Joch ab und ließ sie los; die Stiere waren so bange, daß sie wegliefen wie 
eine Ratze, die Schläge bekommen hat, und so liefen sie, ohne sich um¬ 
zusehen, aus die Berge. Da würden sie die Wälder in Brand gesteckt haben, 
wenn nicht hephästos gekommen wäre und sie eingefangen und weg¬ 
gebracht hätte. 
Rls Jason mit dem Pflügen fertig war, ging er zum Rönige Retes 
und sagte, daß er ihm nun die Zähne geben sollte. Retes gab Jason einen 
ehernen Helm, ganz voll Zähne. Jason nahm sie mit der Hand heraus, 
ging auf dem Felde hin und her und warf die Zähne nach allen Seiten; 
und dann nahm er einen großen Spieß und schlug die Schollen klein und 
machte die Lrde eben, wie der Gärtner tut, wenn er gesäet hat. Und dar¬ 
auf ging er weg und legte sich hin, um auszuruhen, bis es Rbend wurde; 
denn er war sehr müde.
	        
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